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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, 2. Abtheilung: Niederösterreich

IN

Tic  Bäume  sind  ganz  bedeckt  mit  runden  und  flachen  Nestern  und  den  Boden  uberzieht
eine  dicke  Guanoschichte;  halbverfanlte  Fische,  theils  schon  angenagt,  verpesten  die  von
dicken  Fliegen  und  summenden  Gelsen  erfüllte  Lust.  Und  oben  in  den  Wipfeln  herrscht
reges  Leben,  graue  Reiher  im  vollen  Hochzeitsschmuck  und  grünlich-schillernde  plumpe
Cormorane  stehen  aus  den  Nestern  und  auf  den  Zweigen  oder  fliegen  mit  Gepolter  und
heiserem  Gekrächze  ans  und  ab.  Ununterbrochene  Unruhe  erfüllt  den  ganzen  Wald  und  von
früh  bis  Abends  ziehen  die  Hunderte  von  gemeinsam  horstenden  Vögeln  von  ihrem  Iagdplatz

  der  Donau  und  den  anderen  breiten  Armen  zu,  um  brütende  Gemal,„neu  o  e
hungrige  Junge  mit  Speise  zu  versehen.  Fischen  und  Verzehren  -  das  sind  d.e  unentwegt
rasch  aufeinander  folgenden  Grundprineipien  dieser  Vogelexr,lenzen,  und  Mrs  da  nn  Lau  e
des^Frühlings  und  insbesondere  im  Sommer,  wenn  auch  die  Nachkommenschaft  hman-erlt
zu  dm  blauen  Fluten,  die  Donau  an  Fischen  liefern  muß,  läßt  sich  kaum  ermessen.
Die  weißen  Möven  fliegen  nach  den  Sandbänken,  ihren  Schlcstp'ätzen  em  Fürg
Kiebitze  umflattert  pfeifend  die  lehmigen  Stellen,  Fische  springen  hoch  d-n  W-ll-n
„ach  Mücken  haschend  und  ein  frischer  Abendwind  zieht  die  Donau  entlang,  der  Üben  1
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