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))ks Septimius Severns (195), des Caracalla (211) und des Ntapiminns -vh^or
(235 bis 238) aufgefunden, letzteres mit ausgetilgtem Namen, da durch Senatsbeschluß
das Andenken dieses Kaisers, nach seinem Tode vor Aqnileja, vernichtet wurde. Auch auf
den Meilensteinen von Jnzersdorf ist eine solche Namentilgung des Gallienus (260bis268)
zu beobachten. In Wien fand man Ehrendenkmale des Trajan (105 bis 106), des
Septimius Severus und Caracalla (um 198) nebst einem Votivstein für einen ungenannten
Kaiser (Marc Aurel?). Auffallend ist das Fehlen von Inschriften auf die persönliche
Anwesenheit mancher Kaiser, die für unsere Städte von größter Wichtigkeit war, wie der
Kaiser Hadrian, Antvninus Pius und Marc Aurel, welcher sich während der Markomannenkriege
wiederholt hier aufhielt, das zweite Buch seiner Selbstbetrachtungen in
Carnuntum schrieb (es heißt daher iv K«^'l,vrv), und im Jahre 180 bei Vindobona
starb. Dagegen bezeugt ein Mithrasdenkmal die gleichzeitige Anwesenheit von vier Kaisern
Bronzene Schale mit Reliefs.
in Carnuntum gegen Ende des Jahres 307, als Galerius in Gegenwart der damals
schon abgetretenen Kaiser Diocletian und Herculius den bisherigen Cäsar Licinius zum
Augustus ernannte. Interessant ist endlich der Grabstein des Aistomodins „König der
Germanen" aus Petronell; er und zwei Brüder verbrachten am Anfänge des III. Jahrhunderts
als römische Bürger den Rest ihres Lebens in der dortigen Civilstadt.
Andere bekannte Fundobjecte zeigen, soweit sie nicht aus dem Süden und den
Nachbarprovinzen eingeführt wurden, sondern heimischer Arbeit entsprangen, den für die
Römerorte an der Grenze allgemein giltigen Typus einer in den Grundzügen von der
Hauptstadt bestimmten, in der Ausführung durch das Blaß provmcmlen Könnens
beschränkten Production. Sie entstammen in der Hauvtsache den beiden unteren Civilstädten
und gehören, da beide Orte durch die furchtbaren Verwüstungen im Markomannenkriege
und gegen Ende des IV. Jahrhunderts, sowie durch die Flucht und den schUeßlichen Abzug
der Reichen nach Italien das Werthvolle ans der guten alten Zeit, aus der Friedensepoche