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Beim Herannahen der Türken waren für das ganze Land schleunige Maßregeln zur
Vertheidigung angeordnet und ins Werk gesetzt worden. Die Stände, die Äbte der Klöster,
die Stadtmagistrate, Alles wetteiferte, um in letzter Stunde nachzuholen, was lange
St. Pölten im Jahre 1672.
versäumt worden. Der „Defensionsausschuß" mit dem Landmarschall Otto Ehrenreich
Grafen von Traun an der Spitze ertheilte den in den vier Vierteln eingesetzten „Viertelhauptleuten"
die Weisungen über die Verhaue in den Wäldern, die Befestigungen der
Korneuburg im Jahre 1672.
als Fluchtörter geeigneten Städte, Schlösser, Kirchen, Klöster u. s. w. und die sorgsame
Überwachung der Feuersignale auf den Bergen. Der Abt Matthäus Kolweis von Lilienfeld
und der Abt Gregor Müller von Melk waren mit gutem Beispiele vorangegangen.
Die Städte Klosterneuburg, Tulln, St. Pölten, Krems, Korneuburg und Wiener-Neustadt
wurden in Vertheidigungszustand versetzt. Unsere Abbildungen zeigen die vier Kreisstädte
Wiener-Neustadt, St. Pölten, Krems und Korneuburg mit ihren Befestignngswerken kurz