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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, 2. Abtheilung: Niederösterreich

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Der Steinbruch „Waldmühle" im Alpenkalk. 
Unter dein Einflüsse der atmosphärischen Factvren geht mit der Gebirgserhebung 
die Thalbildnng nnd Ausnagung der Wasserlänfe Hand in Hand, ihr Charakter wird 
immer bestimmter nnd wir sehen bereits zur oberen Kreidezeit eine Configuration des 
Kalkalpen-Terrains, welche in ihren allgemeinsten Zügen der heute bestehenden sich 
anzunähern beginnt. 
Wir haben in dieser Epoche festes Land innerhalb der Kalkzvne zu verzeichnen. 
Alan muß sich dasselbe jedoch nur als einen Complex größerer oder kleinerer, größtentheils 
flacher Inseln mit oft steilen Küstenabstürzen vorstellen, zwischen denen, vielfach verschlungen. 
Meeresarme tief in die heutige Kalkzone hineingreifen, an deren Steilrand stellenweise die 
nach Wien gebracht. Die oft bandartig in verschiedenen Farbentönen wechselnden und 
mannigfach gewundenen Schichten verleihen den Brüchen des Wiener Sandsteins nicht 
selten einen malerischen Charakter. Noch während seiner Ablagerungsdauer steigerten sich 
die Niveanveränderungen im benachbarten Kalkgebiete derart, daß zwischen den vielfach 
geborstenen und verschobenen Kalkmassen in meist nach Längslinien gruppirter Anordnung 
sogar die Unterlage der Kalkmassen, der Werfener Schiefer, frei zu Tage trat und immer 
weitere Gebiete in die Trockenlegung einbezogen wurden.
	        
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