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durchbrochen und vielfach metamorphosirend auf sie eingewirkt haben. Seit Leopold von Buch
und Humboldt bis heute ist dasselbe das Ziel der Wallfahrten vieler der bedeutendsten
Geologen geblieben, während das Gros der Touristen erst in neuerer Zeit seine unüber
troffenen landschaftlichen Reize entsprechend würdigt.
Eine weitere Eigenheit, welche die Südalpen im Vergleiche mit den Nordalpen dar
bieten, ist das Fehlen einer fortlaufenden Sandsteinzone am Südfuße derselben. In den
lombardischen Alpen zwar, vom Lago maggiore bis zum Lago d'Jseo findet man einen,
wenn auch schmalen Zug von dem Wiener Sandstein analogen, hier Maeigno genannten
St. Canzian am Karst.
Gebilden den Kalkalpen vorgelagert; vom Gardasee ostwärts aber fehlt diese Zone oder ist
vielmehr durch meist kalkige Gesteine der Kreide- und Eocenzeit, die sogenannten Rudisten-
nnd Nummulitenkalke vertreten, die sich in noch weit größerer Verbreitung in den das
adriatische Meer in Nordost begrenzenden Bergzügen wiederfinden.
Salz sowohl als auch Kohlen, die wichtigsten Bergbanproducte der Nordalpen, fehlen
den mesozoischen Ablagerungen der Südalpen gänzlich; eine hohe Bedeutung dagegen
erlangen hier die Blei- und Zinkerze in den Kalksteinen der oberen Triasformation, und
zwar insbesondere in den carnischen und Gailthaler Alpen, sowie in den Karavanken. -v-a»
Kärntener Blei, hauptsächlich ans den Werken in Bleiberg und Raibl erzeugt, wird seiner
ganz besonderen Reinheit wegen hoch geschätzt.