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Erwähnen wir noch, daß im östlichen Bosnien in den Umgebungen von Srebrenica ein
gewaltiger Stock von trachytischen Gesteinen die paläozoischen Schiefer durchbricht, und daß
sich in: Innern des Landes zahlreiche größere und kleinere mit ncogenen Süßwasserschichten
ausgefüllte Becken vorfinden, die sowohl durch ihren fruchtbaren Boden als auch durch eine
reiche Braunkohlenführnng eine hohe Bedeutung erlangen, so haben wir wohl die wichtigsten
Atomente bezüglich des Gebirgsbaues des uns beschäftigenden Gebietes verzeichnet.
An Mineralschätzen ist dies Gebiet als reich zu bezeichnen. Die Quecksilberlagerstätte
von Jdria in Krain, die zweitwichtigste von Europa, gehört demselben an, und in Bosnien
wurden in den wenigen Jahren seit der Oeeupation, abgesehen von zahlreichen Fundpunkten
von Fahlerzen in paläozoischen Schichten, außerordentlich ausgedehnte Flöhe von Rotheisen-
steinen, namentlich bei Bares, dann bauwürdige Lagerstätten von Kupfererzen bei Majdan
und von Antimon bei Fojiniea aufgefnnden. Kalksteine der Triasformation umschließen
bedeutende Lager von Manganerzen, die Serpentine des Flyschgebietes sind reich an
Chromerzen, der Trachyt von Srebrenica endlich wird von einem System paralleler
Gänge mit Blei- und Silbererzen durchzogen, die schon zur Römerzeit, dann wieder im
Mittelalter in Abbau standen und nach den bisherigen Untersuchungen zu den besten
Hoffnungen für die Zukunft berechtigen.
Die Karpathen.
Ungeachtet der großen Verschiedenheit des tektonischen Baues, welchen die Karpathen
im Gegensatz zu den Alpen darbieten, eine Verschiedenheit, die schon aus der früher gegebenen
Schilderung ihrer orographischen Verhältnisse deutlich zu erkennen ist, zeigt doch dem
Gesteinsmateriale, aus welchen: sie aufgebaut sind, abgesehen von den in den Alpen beinahe
gänzlich fehlenden Trachytgesteinen, eine so große Übereinstimmung mit jenem der letzteren,
daß vom geologischen Standpunkt beide als zusammengehörig, als Theile des großen
südeuropäischen Gebirgssystems, welchem auch die Pyrenäen, die Apenninen und die
sämmtlichen Gebirge der Balkanhalbinsel angehören, ansgesaßt weiden müssen.
l, Archaische Duseln "nd ihre Vorlagen.
Die ältesten archaischen Gesteine, welche in den Karpathen zu -rage treten, bilden
hier nicht die Mittelzone eines bilateral oder symmetrisch gebauten Gebirges wie in den
Alpen; sie erscheinen vielmehr als größere und kleinere Inseln und Inselgruppen, die aus
den jüngeren Sedimentgesteinen emportanchen.
Eine zahlreiche Gruppe derartiger von einander isolirter Inseln bildet, wenn man
so sagen darf, das Skelet der oberungarischen Karpathen; eine zweite tritt am südöstlichen