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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, Übersichtsband, 1. Abtheilung: Naturgeschichtlicher Theil

Zoologische Übersicht der ösierreichisch-mrgarischen 
Monarchie. 
ie Mannigfaltigkeit der physischen Verhältnisse in den Ländern der 
österreichisch-ungarischen Monarchie, wie sie in den vorhergehenden 
Abschnitten dieses Buches zur Darstellung gebracht wurde, bedingt auch 
ein ganz besonders reich entwickeltes Thierleben; den in ihren Existenz 
bedingungen differentesten Formen bietet sie zusagende Aufenthaltsorte, 
mögen die Arten nun als nordische, asiatische oder afrikanische Einwanderer oder als 
die abgeänderten Nachkommen einer ursprünglich tropischen Fauna Central-Europas zu 
betrachten sein; Thiergestalten, die in den übrigen Culturstaaten des Continentes znm Theil 
längst schon zu den „historischen" zählen, werden in den schwer zugänglichen, minder dicht 
bevölkerten Gegenden des östlichen und südlichen Theiles unserer Monarchie noch angetroffen 
und eine stattliche Zahl höchst charakteristischer, ja ausschließlich eigenthümlicher Arten 
stempelt einige Kronländer zu den interessantesten Fannengebieten Europas überhaupt. 
Wenn man die Thierwelt eines Landes eingehender studirt, um die Basis für eine 
richtige Beurtheilung ihres typischen Charakters zu gewinnen, so wird man sich zunächst 
vergegenwärtigen müssen, daß die Fauna selbst eines größeren Gebietes nur für gewisse 
Formengruppen ein strenger abgeschlossenes Ganzes bildet, ferner daß sie nicht ein nk 
oriZine „fertig Gegebenes" ist, das „ohne Zuthun des Menschen", sich selbst überlassen 
unveränderlich bliebe. Die verschiedenartigsten Umstände haben vielmehr ehedem vor Jahr 
tausenden, lange bevor der störende Einfluß einer Menschenhand merklich werden konnte, 
wie noch heutigen Tages fortwährende Veränderungen in der Vertheilung der Organismen 
auf der Erdoberfläche bedingt, bald Formen zum Verschwinden gebracht, bald neuen das 
Terrain zu gedeihlicher Entwicklung geebnet. Diese natürlichen, jetzt mehr energisch, dann 
wieder unmerklich und successive wirkenden Factoren, die zum Theile identisch sind mit
	        
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