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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, Übersichtsband, 1. Abtheilung: Naturgeschichtlicher Theil

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II. Die Tieflandsfauna. 
Horizontale Verbreitung der Thierwelt. 
irca 178.000 Quadratkilometer Bodenfläche entfallen in unserem Vater 
lande auf das Flachland gegen 446.009 Quadratkilonieter gebirgigen 
Terrains, weitaus der größte Theil desselben präsentirt sich als Tiefland 
und nur wenige Landstriche sind eigentliche Hochebenen im Sinne der 
Geographen; doch finden sich vermittelnde Übergänge zwischen beiden, 
, nur wenig beachtet, gleichwohl von größter Bedeutung für die 
Entwicklung einer abweichenden Thier- und Pflanzenwelt. Der verschiedenartige Charakter 
der Ebenen der österreichisch-ungarischen Monarchie, welcher in Kürze bereits in der 
Einleitung besprochen wurde, die vorwiegende Erstreckung derselben längs des Hauptstromes 
und dessen vornehmlichsten Seitenadern, ferner unser Antheil am sarmatischen Tieflande 
im nordöstlichen, am lombardisch-venetianischen Tieflande im südlichen Gebiete der 
Monarchie bedingen den seltenen Reichthum unserer Fauna, vor Allem das Zusammen 
treffen zum Theil recht heterogener fremdländischer Elemente in derselben. 
Die ^äugethiere der Ebene. 
Was zunächst die Flatterthiere betrifft, so dürfen circa zwanzig Arten derselben als 
Bewohner unserer Ebenen und der angrenzenden niederen Hügelregion bezeichnet werden; 
hierbei muß aber bemerkt werden, daß nur wenige auf das Flachland beschränkt erscheinen; 
mehrere Arten treten periodische Wanderungen vom Gebirge in die Ebene oder umgekehrt, 
selbst von nördlichen nach tiefer im Süden gelegenen Gebieten an, wie dies von 
der nordischen Fledermaus (Vosxmrugo Msouii), der Teichfledermaus (Vesxertilio 
äus^eueius) und noch anderen bekannt wurde. Ehe diese, leider sehr schwierig zu ver 
folgenden Wanderungen genauer erforscht sind, werden wir über die wirkliche geographische 
Verbreitung der Fledermäuse auch kein zutreffendes Bild gewinnen. Außer der großen und 
kleinen Hufeisennase, der Langohrfledermaus, der großen Speckmaus, der spätfliegenden 
Fledermaus und anderen weitverbreiteten Arten haben wir in unserer Monarchie 
mehrere interessante südliche Arten zu registriren, es sind kkiimo1ox>Irus clivosus, 
die spitzkammige Huseisennase (Mähren, Lmdungarn, sBaranpa, Banats, Südtirvl (Garda 
sees, Istrien, Dalmatien), ktiiuoloptius eru-zmlo, die rundkammige Hufeisennase 
(Südungarn (auch am rechten Donau-Aser bei Budapests, Kroatien, Gardasee, Triest und 
südlicher), ferner die langslügelige Fledermaus iVlirüopkerus öakrrsiioörsii (Riedervstcrueich, 
Banat, Baranya, Siebenbürgen, Bukowina, Südtirol, Istrien, Dalmatien) und die weiß- 
randige Fledermaus VasporuAo Ivuirlii (von Südtirol bis Kroatien, Banat einerseits,
	        
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