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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, Übersichtsband, 1. Abtheilung: Naturgeschichtlicher Theil

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das westliche Randgebirge, bei Zengg beginnend und in einem Bogen bi» Knin streichend, 
wo es sich an die dinarischen Alpen anschließt; mit ihm fällt das Plateau schroff gegen 
die Küste des Adria-Meeres ab. Der Sveto-Brdo, 1.754 Meter, ist sein culminirender 
Gipfel. Die Große und die Kleine Kapela mit dem Pljesevicagebirge, ein 
Höhenzng, der unter dem ersteren Namen an der Knlpa beginnt und am Dinaraberge 
an der bosnischen Grenze endigt; der Klek bei Ognlin ist der culminirende Gipfel. 
2. Die dinarischen Alpen heißt die südöstliche Fortsetzung der vorgenannten 
Kette vom Dinaraberge, 1.811 Meter, die in der Höhe von Sinj den Namen Prolog- 
Planina annimmt, bei Jmoski nach Bosnien Übertritt und als Trtla-Planina die 
Narenta bei Mostar erreicht. 
3. Die dalmatinische Küstenkette hat ihren Anfang bei Sebenico, streicht 
entlang der Küste unter verschiedenen Namen südöstlich, ist von der Cetina und Narenta 
durchschnitten und übergeht am Qrjen, 1.896 Meter, in das Hochland der Erna Gora, 
welches von Risano angefangen mit hohen und schroffen Wänden gegen Cattaro und Budua 
abfällt. 
4. Das Hochland von Bosnien und der Hercegovina besteht aus einer- 
großen Zahl von Nordwest in Südost streichender, daher unter einander und mit der 
Meeresküste paralleler Ketten, die im Westen höher sind als im Osten und in Stufen 
gegen die Bosna und Drina abfallen. In der Hercegovina und in einem Thcile Bosniens 
sind sie oft plateauartig ausgebreitet und als Karstland gestaltet, als welches sie jene 
Dolmen einschließen, die hier bei etwas größerer Ausdehnung Polja (Ebenen) heißen 
und von den Schlundflüssen durchzogen werden, welche eine merkwürdige Eigenthümlichkeit 
des Karstbodens sind. Die Treskavica Planina, 2.086 Meter, ist der höchste Gipfelpunkt. 
II. Das Tiefland. 
Das Tiefland Österreich-Ungarns besteht aus dem Tullnerfelde, dem Wiener 
Becken, der kleinen und der großen ungarischen Tiefebene, diese vier im Donau- 
Gebiete, dann aus den Tiefebenen an der Weichsel und am Dniester. 
1. Das Tullnerfeld in Niederösterreich ist jene kleine, fruchtbare Allnvialebene, 
die zwischen Krems und dem Donau-Durchbruche am Leopolds- und am Bisamberge bei 
Klosterneuburg aufbcidenDonau-Ufern liegt und einen Flächeninhalt von circa 550 Quadrat 
kilometer (10 Quadratmeilen) hat. 
2. Das Wiener Becken beginnt östlich des genannten Donau-Durchbruches und 
reicht abwärts bis zum folgenden Donau-Durchbruche bei Theben, erstreckt sich jedoch 
überquer von Dürnkrut an der March bis Nennkirchen und dringt in den Flußthalern 
bis Ungarisch-Hradisch und bis Brünn in schmalen Streifen aufwärts, und hier ist es, wo
	        
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