MAK

Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 3

145 
an die berühmte Liebfrauenkirche. Das ist Alles, was von dem großartigen Kloster nbrig- 
gebliebcn, dem Asyl, das sich die Tochter Belas IV. durch italienische Steinmetzen mit 
königlicher Pracht erbauen ließ. Aus dem Getrümmer strebt ein hoher Thurm empor, mit 
wildem Gestrüpp überwachsen, von hundertjährigen Bäumen überwölbt. Als nach der 
Überschwemmung von 1838 der Boden hier wieder geebnet wurde, fand man unter diesen 
Die erzherzogliche Villa auf der Margaretheninsel mit der anstoßenden Ruine. 
Trümmern eine Grabhöhle mit einem Marmvrsarg, der außer modernden Gebeinen auch 
eine Krone, einen Ring und Stücke eines goldgestickten Gewandes enthielt. Unweit davon 
stieß man auf einen kindlichen Schädel, der ein Perlcndiadcm trug. Das konnten nicht die 
Reste von Nonnen, sondern nur die von weltlichen Fürsten sein. Wer diese waren, darüber 
gehen die Meinungen der Gelehrten auseinander. 
Die Gäste, welche die Insel betreten, finden dort zwei prächtig eingerichtete Gast 
häuser, das eine im unteren, das andere im oberen Theile der ^msel. E» sind die^ 
Lieblingsplätze der guten Gesellschaft der Hauptstadt, besonders der Reichstagsabgeordneten, 
Ungarn III. *0
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.