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Albrechtstraße und du- Zufahrten durch das Wiener und das Stuhlweißenburger Thorr
Fußgänger ziehen oft die sogenannte Jesuitenstiege vor, die zum Theil gedeckt eine der
steilsten Stellen erklimmt. Die alten Basteien stehen seit 1848, da sie das letzte Belagernngsfeuer
erlitten, nur zu Nutz und Frommen des harmlosen Spaziergängerthums da. Der
Theil gegen die Christinen
stadt hin ist bereits geschleift,
die Festung ist keine Festung
mehr, nur Königssitz und
Kaserne. Auch wird sie durch
einige Ministerien belebt. Ihre
Bewohner sind Soldaten und
Beamte und zumeist wohl
auch ihre Passanten. Die
herrschaftlichen Paläste sind
nur zum Theil bewohnt. Ta
ist nichts, was die großen
Herren anziehen oder gar
fesseln könnte. Ein Organ des
hauptstädtischen Lebens ist
die Festung nicht. Auch ihr
kleines Theater, das aus der
unter Josef II. säkularisirten
Karmeliterkirche zu diesem
profanern Zweck umgestaltet
worden, hat keine Selbstständigkeit;
es bedient als
Filiale des Nationaltheaters
und der Oper die Festungs-Tie
Treppe zum BurW»rten. bewolmer dreimal wöchentlich
mit Kunst. Unter den Gebäuden der Festung bietet kaum eines ein geschichtliches Interesse.
Die Türken haben die alte Stadt verwüstet oder verkommen lassen, und was sie übrig
ließen, fiel zwei Belagerungen zum Opfer. Nur einige bemerkenswert^ Plätze sind
vorhanden, wo an der Stelle der jetzigen bescheidenen Häuser einst andere standen,
an die sich das Gedächtniß einer historischen Persönlichkeit oder Thatsache knüpft. Die
historische Commission der ungarischen Akademie der Wissenschaften hat diese Häuser
mit Gedenktafeln bezeichnen lassen. Die königliche Burg, die das Südende des Festnngs-