Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 3

179

Albrechtstraße  und  du-  Zufahrten  durch  das  Wiener  und  das  Stuhlweißenburger  Thorr
Fußgänger  ziehen  oft  die  sogenannte  Jesuitenstiege  vor,  die  zum  Theil  gedeckt  eine  der
steilsten  Stellen  erklimmt.  Die  alten  Basteien  stehen  seit  1848,  da  sie  das  letzte  Belagernngsfeuer
  erlitten,  nur  zu  Nutz  und  Frommen  des  harmlosen  Spaziergängerthums  da.  Der
Theil  gegen  die  Christinen
stadt  hin  ist  bereits  geschleift,
die  Festung  ist  keine  Festung
mehr,  nur  Königssitz  und
Kaserne.  Auch  wird  sie  durch
einige  Ministerien  belebt.  Ihre
Bewohner  sind  Soldaten  und
Beamte  und  zumeist  wohl
auch  ihre  Passanten.  Die
herrschaftlichen  Paläste  sind
nur  zum  Theil  bewohnt.  Ta
ist  nichts,  was  die  großen
Herren  anziehen  oder  gar
fesseln  könnte.  Ein  Organ  des
hauptstädtischen  Lebens  ist
die  Festung  nicht.  Auch  ihr
kleines  Theater,  das  aus  der
unter  Josef  II.  säkularisirten
Karmeliterkirche  zu  diesem
profanern  Zweck  umgestaltet
worden,  hat  keine  Selbstständigkeit; ­
  es  bedient  als
Filiale  des  Nationaltheaters
und  der  Oper  die  Festungs-Tie
  Treppe  zum  BurW»rten.  bewolmer  dreimal  wöchentlich

mit  Kunst.  Unter  den  Gebäuden  der  Festung  bietet  kaum  eines  ein  geschichtliches  Interesse.
Die  Türken  haben  die  alte  Stadt  verwüstet  oder  verkommen  lassen,  und  was  sie  übrig
ließen,  fiel  zwei  Belagerungen  zum  Opfer.  Nur  einige  bemerkenswert^  Plätze  sind
vorhanden,  wo  an  der  Stelle  der  jetzigen  bescheidenen  Häuser  einst  andere  standen,
an  die  sich  das  Gedächtniß  einer  historischen  Persönlichkeit  oder  Thatsache  knüpft.  Die
historische  Commission  der  ungarischen  Akademie  der  Wissenschaften  hat  diese  Häuser
mit  Gedenktafeln  bezeichnen  lassen.  Die  königliche  Burg,  die  das  Südende  des  Festnngs-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.