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und wird nur Personen gezeigt, die sich mit diesem Fach beschäftigen. Natürlich ist die
Sammlung der ungarischen Münzen von St. Stefan bis zur Gegenwart die reichste.
Die zoologische Sammlung, die durch den seltenen Reichthum der Insektensaminlung
stets die besondere Beachtung der Fachmänner auf sich zog, kann seit der 1891
aus Anlaß des ornithologischen Congresses veranstalteten Ausstellung hinsichtlich der
biologischen Zusammenstellung der Vögel den Museen als Muster dienen. In keinem
Museum war bisher das naturgetreue Ansstopfen und künstlerische Grnppiren der Vögel
in größerem Maßstabe durchgeführt. Hier sieht man die Teichlandschaft, wo die Wasservögel
mit ihren Jungen schwimmen, sich sonnen, über dem Neste schweben; das Weibchen
steht als Schildwache bei seiner Brut, während das Männchen Nahrung sucht und andere
im dichten Röhricht umherschlüpfen. Die Sumpflandschaft gibt die Welt der Sumpfvögel
in Miniatur; hier und da blitzt der Wasserspiegel auf, dazwischen sieht man schlammigen
Morast, torfiges Moor, Schilf, Binsen, Rohrkolben und dicht mit Rohr umstandene
Bachweiden. Munter tummeln sich unter den kriechenden Torfpflanzen der Kiebitz mit seiner
flaumigen Brut und die Schnepfen, jede anders gefärbt, vom reinsten Weiß bis zum tiefsten
Schwarz. Man sieht die Silberreiher, Reiher, Kraniche in natürlichen Stellungen und
Bewegungen; auf den dünnen, wasserwärts geneigten Ästen der Weiden sitzen Eisvögel;
unten im schlammigen Röhricht nistet der Ibis. In besonderen Gruppen sieht man Bartmeisen,
Blaukehlchen, Beutelmeisen, deren Weibchen das beutelförmige Nest an die dünnsten
Zweigspitzen der im Röhricht stehenden Weiden oder Pappeln geklebt hat und in dem einen
Neste geduldig brütet, während das Männchen aus einem anderen Neste steht und
seinen Gesang fortsetzt. Großartig sind die verschiedenen Adler, bald im Kampfe dargestellt,
bald im Horste bei der erbeuteten Mahlzeit; dann die Eulen in ihren Baumstrünken, der
Trappe mit seinen Jungen, Weizenkörner pickend; dann die Sammlung, welche die Farbenvarietäten
der Vögel zu vergleichen gestattet; schließlich der weiße Rabe und Krähen,
Dohlen, Schwalben, Sperlinge, alle weiß, aber auch der schwarze Sperling und schwarze
Habicht, das rothbraune Rebhuhn und die rothbraune Dohle. Jeder Beschauer überzeugt
sich, daß nur eine solche Aufstellung die Sammlungen nutzbar und lehrreich macht.
Auch die Mineraliensammlung ist eine hervorragende Abtheilung des Nationalmuseums.
Durch den Ankauf der berühmten Sammlungen der Fürsten Lobkowitz und
Eszterhäzy, sowie durch die fürstliche Freigebigkeit des Herrn Andor Semsey, der innerhalb
eines Jahrzehnts zur stetigen Vermehrung der Mineraliensammlung nahe an
200.000 Gulden gespendet hat, ist diese jetzt so bedeutend, daß sie unter den Mineraliensammlungen
Europas die dritte oder vierte Stelle einnimmt. Die Aufstellung der Exemplare
ist nach Geschmack und Zweckmäßigkeit mustergiltig; kein Stück liegt so hoch, daß man
es nicht mit der Hand erreichen und die Schrift auf dem darunter befindlichen Zettel