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Drucke ermöglichte die Zusammeutragung des Stoffes für das sprachgeschichtliche Wörter
buch (iX^elvtürtsneti srötür) und dessen Bearbeitung, die bereits zu Ende geführt ist. So
gelangte jeder Zweig der magyarischen Sprachwissenschaft zu mächtiger Entwicklung
theils im Schoße der Akademie selbst, theils in den mit Unterstützung der Akademie
erscheinenden Zeitschriften, wie dem ungarischen Sprachwart (Linear ^olvür), der
allgemeinen philologischen Zeitschrift (Ug^stemos Uliiiologiai LöUör^) u. s. w. und
anderen Veröffentlichungen.
Mit dieser überaus erfolgreichen Entwicklung konnte nur die Geschichtswissenschaft
Schritt halten. Gleich zu Anfang der Fünfziger-Jahre begann die systematische Erforschung,
Sammlung und Veröffentlichung der geschichtlichen Quellen, worauf die Ermittlung und
Herausgabe der Urkunden aus der Ärpäden-, Anjou- und Räköczy-Zeit folgte. Von den
Denkmälern der ungarisch-türkischen Zeit, den Daten ihrer Reichstage, ihres diplomatischen
und cultnrgeschichtlichen Lebens, sind, mit oder ohne erläuternde Notizen, schon bisher zahl
reiche Bünde ans Licht getreten und ein Reichthum an Materialien, wie er vor 1848 auch
nicht geahnt werden konnte, harrt der Bearbeitung. Die glänzenden Resultate der historischen
Forschung wurden vom großen Publikum mit lebhafter Theilnahme und Freude begrüßt,
besonders seitdem (1867) die ungarische historische Gesellschaft (iUngzmr Uörtsnslmi
Dürsulat) Hand in Hand mit der historischen Commission der zweiten Section das Interesse
der Nation für die Thätigkeit der Akademie auf diesem Gebiete verdoppelt hat.
Was die Akademie während der letzten fünfundzwanzig Jahre auf archäologischem,
philosophischem, statistischem, volkswirthschaftlichem, rechts-,kriegs-,naturwissenschaftlichem
und mathematischem Gebiete, sei es durch Zusammentragnng des Stoffes, sei es durch die
Bearbeitung desselben, Neues geschaffen, ist viel mehr, als daß diese kurze Skizze sich damit
eingehend beschäftigen könnte. Jedenfalls hat sie alle diese Zweige der Wissenschaft durch
treffliche Werke bereichert, viele, insbesondere die vaterländische Geologie, Botanik,
Mineralogie und Zoologie, sozusagen neu begründet, beziehungsweise den eigenartigen
Verhältnissen des Landes angepaßt und, indem sie die lebensfähigen Äußerungen des
ungarischen wissenschaftlichen Geistes in ihr Bereich zog, die Nation zur Teilnehmerin
an der wissenschaftlichen Arbeit Europas gemacht.
Doch die Akademie beschränkt ihre Ausgabe nicht auf die selbständige, fachgemäße
Pflege der Wissenschaft, sondern trachtet auch, wissenschaftliche Kenntnisse in weiteren
Kreisen zu verbreiten. Zu diesem Zwecke hat sie Zeitschriften, wie das „Magazin für
Wissenschaft" (DnckomänMr) und die „Budapester Revue" (Uuckapssti S^smlo) gegründet
und von Anfang an erhalten, um das ungarische Publikum mit der literarischen und wissen
schaftlichen Bewegung des In- und Auslandes bekannt zu machen, und wieder andere, wie die
„Mathematischen undnaturwissenschaftlichenBerichte ans Ungarn", die „UngarischeRevue",