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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 3

Standpunkt  jedoch  und  nach  ihrer  geographischen  Gestaltung  ist  sie  sehr  interessant  und
charakteristisch.  Von  Promontor  an  hebt  sich  langsam  der  Boden;  gegen  Budaörs  hin  ist
der  Abhang  steiler  und  es  bedeckt  ihn  der  ehemalige  Kammerwald,  jetzt  Eigenthum  der
Hauptstadt,  dessen  schattige  Spazierwege  das  Bndapester  Publikum  zu  häufigem  Besuch
einladen.  Die  Weingärten  Promontors  sind  zwar  in  der  Phylloxerazeit  größtentheils
zu  Grunde  gegangen,  viele  aber  seitdem  neu  bepflanzt  worden,  und  so  werden  die  vielen
Kelterhäuser  nicht  mehr  lange  leer  stehen.  Auch  im  benachbarten  Kis-Töteny  sind  die

Die  Berge  von  Budaörs.

Weinberge  zumeist  der  Verödung  anheimgefallen,  heute  bekunden  blos  die  im  Umkreis
der  kleinen  Kirche  verstreuten  Landhäuser,  daß  dort  noch  vor  wenigen  Jahren  ein  geräuschvolleres ­
  Leben  geherrscht  hat.
Aus  den  Weinbergen  gelangt  man  plötzlich  auf  eine  weitgedehnte  Fläche  hinaus,
die  von  der  dortigen  deutschen  Bevölkerung  „Große  Haide"  genannt  wird.  Es  ist  dies
eine  wenig  gewellte,  je  der  Gliederung  entbehrende  Hochebene,  die  sich  etwa  fünf  Kilometer
weit  in  der  Richtung  auf  Török-Bälint  erstreckt.  Sie  ist  im  vollen  Sinne  des  Wortes
„Puszta",  also  Einöde,  auf  der  das  Auge  sehnsüchtig  einen  Ruhepunkt,  eine  erfrischende
Oase  sucht;  auf  dem  mageren  Boden  weidet  das  Vieh  der  umliegenden  Gemeinden  und
knuspert  an  einer  saftlosen  Grasnarbe,  an  den  fruchtbareren  Stellen  hat  man  schüchterne
            
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