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Ter Salomonsthurm zu Visegrad von der Bergwand gesehen.
Im Waldgebirge ließ sich auch der Einsiedlerorden der Paulaner nieder. Das nach
dem heiligen Geiste (,8?6irt lölelr") benannte Kapitelhans dieses ungarischen Ordens
entstand, so heißt es, in dem nahe bei Dömös gelegenen Benedek-Völgy (Benedictsthal)
schon in den letzten Jahren Belas IV. Geringe Trümmer desselben sind noch jetzt nördlich
von Huta-Szent-LÄek zu sehen. Etwas später entstand das Paulanerkloster bei dem
Visegräder Kekesberg. Jetzt ist vom Orden, wie von seinen einstigen Häusern nur noch die
Erinnerung vorhanden.
Der Geist der Neuzeit hat diese Gegend ihres früheren Charakters entkleidet. Alle
geschichtlichen und culturellen Factoren der Pilisgegend sind hinabgezogen an die Ufer der
Donau und haben dahin gewirkt, daß die Gegend des einstigen Pesterberges (Blocksberg)
und des Rakosfeldes zum Mittelpunkt des ungarischen Reiches, zum Sitz der ungarischen
Krone, zum Brennpunkt der nationalen Cultur und der nationalen Bestrebungen werde.
Dömös, Visegrad, der Pilis und der Köhegy sind die Vertreter der Vergangenheit, sie
spielten ihre Rolle in der ungarischen Geschichte, als die Kriegsstürme das Land durchtobten.
Seitdem die Friedenspalme herrscht und an die Stelle der gepanzerten Ritter
die Streiter des Friedens getreten sind, nährt sich jeder Zweig der nationalen Cultur aus
dem Herzen der Haupt- und Residenzstadt Budapest. Ihr gehört die Gegenwart, ihr
die Zukunft!