Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 3

562

Ter  Salomonsthurm  zu  Visegrad  von  der  Bergwand  gesehen.

Im  Waldgebirge  ließ  sich  auch  der  Einsiedlerorden  der  Paulaner  nieder.  Das  nach
dem  heiligen  Geiste  (,8?6irt  lölelr")  benannte  Kapitelhans  dieses  ungarischen  Ordens
entstand,  so  heißt  es,  in  dem  nahe  bei  Dömös  gelegenen  Benedek-Völgy  (Benedictsthal)
schon  in  den  letzten  Jahren  Belas  IV.  Geringe  Trümmer  desselben  sind  noch  jetzt  nördlich
von  Huta-Szent-LÄek  zu  sehen.  Etwas  später  entstand  das  Paulanerkloster  bei  dem
Visegräder  Kekesberg.  Jetzt  ist  vom  Orden,  wie  von  seinen  einstigen  Häusern  nur  noch  die
Erinnerung  vorhanden.
Der  Geist  der  Neuzeit  hat  diese  Gegend  ihres  früheren  Charakters  entkleidet.  Alle
geschichtlichen  und  culturellen  Factoren  der  Pilisgegend  sind  hinabgezogen  an  die  Ufer  der
Donau  und  haben  dahin  gewirkt,  daß  die  Gegend  des  einstigen  Pesterberges  (Blocksberg)
und  des  Rakosfeldes  zum  Mittelpunkt  des  ungarischen  Reiches,  zum  Sitz  der  ungarischen
Krone,  zum  Brennpunkt  der  nationalen  Cultur  und  der  nationalen  Bestrebungen  werde.
Dömös,  Visegrad,  der  Pilis  und  der  Köhegy  sind  die  Vertreter  der  Vergangenheit,  sie
spielten  ihre  Rolle  in  der  ungarischen  Geschichte,  als  die  Kriegsstürme  das  Land  durchtobten. ­
  Seitdem  die  Friedenspalme  herrscht  und  an  die  Stelle  der  gepanzerten  Ritter
die  Streiter  des  Friedens  getreten  sind,  nährt  sich  jeder  Zweig  der  nationalen  Cultur  aus
dem  Herzen  der  Haupt-  und  Residenzstadt  Budapest.  Ihr  gehört  die  Gegenwart,  ihr
die  Zukunft!
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.