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spinosum) und der Wiesensalbei (salvia pratensis). Das Strauchwerk besteht zumeist
aus Büschen von Wachholder (juniporus oxzmacirus) und Steinbeeren (rubus spiuosa).
Die ehemaligen Wälder wurden angeblich durch den Schiffsbau ausgerottet. Die Quellen
sind versiegt. Die Temperatur wechselt rasch. Das Gestein erhitzt sich an der Sonne oft
bis zu 50 Grad Celsius und ist ein Lieblingsaufenthalt der Vipern. Der Ackerbau ist sehr
gering und beschränkt sich blos auf das geschützte Innere der Dolinas, wo aber der verfügbare
Boden auch nur aus magerem rothen Thon (torra rossa) besteht.
Der letzte, untere Gürtel endlich folgt dem Meeresufer und steigt an borafreien
Stellen bis in eine Höhe von 30 bis 50 Meter empor. Dies ist schon das mildere Klima
Fiumes mit reichen Rebengärten und Campagnen (kleinen Landgütern), die von dichten
Baumgruppen, auch von Kastanien-, Feigen-, Lorbeer-, Öl-, ja nicht selten von Granatbäumen
umgeben sind. Der Boden besteht hier aus heruntergespülter Erde, die sich auf
einer Grundlage von Muschelkalk anfgehäuft hat.
Von der Station Plasse an senkt sich die Bahnlinie steil und rasch die öden Karstabhänge
hinab nach Fiume. Alsbald sieht man sich von südlichem Pflanzenwuchs umgeben,
was namentlich im Frühjahr die größte Überraschung des Reisenden erregt. Links entfaltet
sich ein grünlichblaues Meer mit bronzerothen und gelblichen Inseln, deren nächste die Insel
Veglia und die pyramidenförmige Klippe San Marco sind. Dann wieder öffnet sich der
fjordartige Busen von Buccari als anmuthiger Gegensatz zu den schroffen Karstwänden,
in die er eingezwängt ist. Über ihn hinaus erscheint die Ruine von Hreljin (Piket), noch
weiter auf einen Augenblick das alte Kastell der Frangipani bei Porto-M, das kroatischitalienische
Städtchen Buccari (Bakar) und hernach das hübsche Draga-Thal, wo zahlreiche
Einwohner Fiumes ihre Campagnen und in elegantem italienischen Stil gehaltenen
Landhäuser haben. Das ist wie eine smaragdgrüne blumenbunte Oase im Karst. Der
Dampfwagen läuft an der Braue dieses Thales hin; auf einen Augenblick taucht die Bucht
von Martinschizza auf, daneben die staatliche Quarantäne-Anstalt (taxaretto) von
Fiume, und bereits schwenkt der Zug oberhalb des kroatischen Susak, das unmittelbar bei
Fiume liegt, zum Meere ab, wo das Auge plötzlich die Paläste, Kuppeln und Thürme
Fiumes vor sich liegen sieht. Da schimmert sie vor uns, „die schönste Perle der ungarischen
Krone".
Dicht unterhalb Fiume, rechterhand öffnet sich für einen Moment eine gewaltige
Felsschlucht, das Thal der sogenannten Fiumara, welche dort die Karstterrasse durchbricht
und in zwei Arme getheilt dem Meere zueilt. In dem geräuschloseren Arme, dem Fiumara-Kanal,
pflegen beiderseits Küstenschiffe anzulegen. Über sich sieht man die alte Burgruine
von Tersatto (Trsat) mit ihrem steinernen Zinnenkranz. Noch ein letzter Tunnel, der
schon unter den Häusern Fiumes hindurchgeführt ist, verschlingt das Bild und dann