30
Zwischen Szap und Medve 400 Meter
„ Medve „ Venek 420 „
„ VLnek „ der Waagmündung . . . 450 „
„ der Waagmündung und Radvany . . . 470 „
Zur Absperrung der Nebenarme wurden aus Steinwürfen zu erbauende Deiche
projectirt, und zwar bis Böös in der Höhe von 3, unterhalb Böös von 2'8 Meter über
dem niedrigsten Wasserstande bei 3 bis 4 Meter Kronenbreite, einer Böschungsneigung
von 1 : 1'5 auf der Strombettseite und von 1 : 2 gegen,den abzusperrenden Arm hin
und bei mindestens 8 Meter breiter und über der Sohle 0'7 Meter hoher Nachbettnng.
Die zur Verengung des Strombettes bestimmten Parallelwerke sollten gleichfalls aus
Stein hergestellt werden, in einer Höhe von 2'75 bis 2 87 Meter über dem niedrigsten
Niveau der Donau, mit 2 Meter breiter Krone und einer Böschungsneigung von 1 : 15;
endlich wurde zur Sicherung der Ufer ein 2 Meter hoher und an der Krone 2 Meter
breiter Steinwurf und die Bekleidung der Uferböschung mit einer 30 Centimeter dicken
Steinlage geplant. Auch die Sperrdämme sollten von 1 Meter über dem tiefsten
Wasserstande aufwärts mit Stein gefüttert werden. Endlich waren die Inseln und Sandbänke
innerhalb des so hergestellten Dnrchschnittsbettes zu entfernen und das Bett in
entsprechender Breite bis auf 2 Meter unter dem niedrigsten Wasserstande zu vertiefen.
Dies waren, in Kürze, die projectirten Arbeiten. Allein in Anbetracht der sehr
bedeutenden Länge des zu regulirenden Stromabschnittes (145 Kilometer), wie auch seines
überaus verwahrlosten Zustandes wird man unschwer einsehen, daß es sich hier nicht nur
um ein gewaltiges Quantum Arbeit, sondern auch um die Bewältigung vieler natürlicher
Schwierigkeiten handelte. Und in der That genügen schon wenige charakteristische Daten,
um einen ungefähren Begriff von der Größe des Werkes zu geben, das berufen war, den
unbändigsten Theil des Donaulaufes zu zähmen. Nach den ursprünglichen Plänen waren
nämlich herzustellen: 27 größere und kleinere Absperrungen in der Gesammtlänge von
18.185 Meter, 36 Strecken Parallelwerke in der Gesammtlänge von 62.434 Meter,
14 Strecken Verbindungsdämme von zusammen 9.179 Meter und 29 Strecken Ufer-Schutzwerke
von zusammen 27.282 laufenden Metern; darin waren insgesammt zu verbauen
etwa dreieinhalb Millionen Kubikmeter Stein und ans dem Bette herauszubaggern
etwa 5,700.000 Kubikmeter Kies und Erde; endlich war auch noch an den unterwegs
liegenden Inseln eine Million Kubikmeter Erde abzugraben. Eines der bedeutendsten Werke
unter den Regulirungs-Arbeiten der oberen Donau ist der Sperrdamm von BagomO,
welcher einen der größten und zügellosesten Arme der Donau vom Hauptbette trennt.
Die Gesammtkosten des Regulirungs-Werkes waren auf 17 Millionen Gulden
veranschlagt, und nachdem die Ausführung durch den VIII. Gesetzartikel des Jahres 1885