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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 4

Die Residenz der Propste! Csorim. 
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Unter den Ortschaften der Raabau entwickelt sich Csorna, Hauptort des gleich- 
nainigen Bezirkes, am raschesten. Als Knotenpunkt der Eisenbahn zieht es den Handel 
an sich. Csorna ist eine der ältesten bewohnten Stätten. Auf den östlichen Äckern finden 
sich Spuren der Steinzeit, im Orte selbst zahlreiche Gräber ans der Völkerwanderungszeit; 
der wichtigste Fund jedoch wurde in der Ziegelei der Propstei gemacht, es ist ein Skelet, 
dessen Schädel ein mit Granaten, Carneolen und Bernsleinstücken besetztes goldenes 
Diadem trug. Großes Interesse für die Magyaren haben zwei Begräbnißstätten, die eine bei 
Csatär, nördlich von Csorna, aus dem XI., die andere östlich bei Sülhegy, aus dem X. 
und XI. Jahrhundert. Ihre Ausgrabung liegt dem Ödenburger archäologischen Verein ob. 
Die Csornaer Propstei des Prümonstratenser Chorherrenordens (aonveirtus 
oaelasino c>6 Sernu) wurde durch die von Osli zu Ende des XII. Jahrhunderts gegründet. 
Unter König Sigismund wurde der Convent zum beglaubigten Ort. Das Ordenshaus 
wurde durch Dr. Adolf Kuncz, den jetzigen kunstsinnigen Propst, im Barockstil nmgebaut. 
Hier erfocht das ungarische Heer (13. Juni 1849) unter Kmetys Führung einen seiner- 
letzten Siege. Den gefallenen Honveds ist ein schöner Denkstein geweiht. Südlich von Csorna 
liegt Szany, mit einem Schloß des Raaber Bischofs; östlich davon Ärpas, eine der ältesten 
Gemeinden, die schon 1037 durch Stephan den Heiligen sammt der nahen Überfuhr der 
Abtei Bakonybel verliehen wurde. Das weiter nördlich gelegene Bodonhely, die östlichste 
Gemeinde des Ödenburger Comitats, liegt genau 500 Meter tiefer als Landsee.
	        
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