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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 4

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der  freien  Überfuhr  auf  der  Donau.  Zu  jener  Zeit  war  die  Stadt  folgendermaßen
gegliedert:  neben  der  Citadelle,  wo  der  Bischof  wohnte,  lag  die  von  den  privilegirten
Bürgern  bewohnte  Festung;  der  Stadttheil  am  Fuße  der  Festung,  wo  heute  die  innere
Stadt  liegt,  hieß  Käptalan-Györ  (Kapitel-Raab),  und  hier  wohnten  die  Hörigen  des
Kathedralkapitels,  die  der  gutsherrlichen  Jurisdietion  des  Kapitels  unterworfen  waren.
Die  von  Stefan  V.  gewährten  Freiheiten  wurden  von  seinen  Nachfolgern  Ladislaus  1^.,

Die  Obcrrealschule  zu  Raab.
Andreas  III.,  Karl  Robert  und  später  noch  von  anderen  Königen  von  Ungarn  bestätigt,
Die  damaligen  Einwohner  trieben  Handel  und  Gewerbe,  meist  aber  Ackerbau.  Zu
Matthias'  Zeit  nennt  Bonfin,  der  Hof-Historiograph,  Raab  einen  bedeutenden  ackerbautreibenden ­
  Ort.
Eine  wichtige  Veränderung  im  inneren  Leben  der  Stadt,  sowie  hinsichtlich  ihres
Berufes  im  Organismus  des  Landes  ging  im  XVI.  Jahrhundert  vor  sich.  Es  galt  der
gegen  Wien  anrückenden  Türkenfluth  einen  Außendamm  entgegenzusetzen,  der  die  Brandung
kräftig  zurückznstauen  vermöchte.  Um  Wien  zu  sichern,  wurde  das  Raaber  Festungswerk
            
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