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10.000 Joch. Landwirthschaftlich ist dieses große Gebiet nur in geringerem Maße
nutzbar gemacht, da der überreiche Witdstand die Wiederanfforstung der Kahlschläge
erschwert, an Wild aber gehört diese Waldgegend zu den allerreichsten. Das mächtige
Heer der Hirsche lebt da srei in Rudeln von 150 bis 200 Stück und ihre Zahl nimmt
bei dem schonenden Jagdbetrieb immer zu, wobei der Bestand auch noch den Vorzug hat,
eine seltene Zahl alter Exemplare aufzuweisen.
Burg Csvkakö steht auf einer aus der westlichen Flanke des Wertes hervorspringenden
Felsspitze, über einem ehemals Väralja, jetzt gleichfalls Csvkakö genannten
Dorfe. Die Burg wurde in der zweiten Hälfte des XIII. Jahrhunderts durch das Geschlecht
der Csak erbaut. Zu Beginn des XIV. Jahrhunderts gelangte sie in den Besitz Karl
Roberts, der sie durch einen Burgvogt verwalten ließ und mit ausgedehnten Burggutern
versah. Nahezu ein Fünftel des Weißenburger Comitats, und überdies mehrere zu den
Comitaten Veßprem und Komorn gehörige Gemeinden wurden zu dem Burgbesitz
geschlagen. Dieser bestand schließlich aus 34 Gemeinden, deren einige - wie überhaupt
dieser Theil des Comitats — unter der Türkenherrschast zeitweilig zum Veßpremer oder
Komoruer Comitat gehörten. Die militärische Bedeutung der Burg bestand darin, daß sie
durch ihre Lage die Stuhlweißenburg-Raaber Straße beherrschte und den Ruckenschutz
für Stuhlweißenburg bildete. Die Burg selbst war kein umfangreicher Festungsbau, jedoch
durch ihre hohe Lage schwer zugänglich. Sie blieb bis 1440 in königlicher Hand. Um
diese Zeit wurde sie durch König Sigismund dem Ladislaus Rozgonhe verpfändet und
von Königin Elisabeth im Jahre 1440 sammt allem Bnrgbcsitz dem Sohne Ladislaus
Nozgonhi's, Stefan, und dessen Nachkommen verliehen. Im Besitze dieser Familie verblieb
sie bis zum Beginne des XVI. Jahrhunderts, wo sie an der Hand der weiblichen Linie
dieses Geschlechtes in das Eigenthum der Familie Nädasdy überging. Hier blieb sie b,s
zum Jahre 1671, wo Franz Nadasdh enthauptet und seine Besitzungen confisewt wurden.
Nun erhielt der Erzbischof von Kalocsa, Georg Szechenyi, Burg und Bnrgguter zu
lebenslänglichem Eigenthnm, bis sie schließlich 1691 für 60.000 rheinische Gulden nnter
dem Titel der mixta äonulio an die freiherrliche FamilieHochburg und deren Abkömmlinge
beiderlei Geschlechts übergingen. Nachmals wurden die umfangreichen Burggüter unter
den Abkömmlingen der weiblichen Linie dieses Geschlechts vertheilt und sind unter diesem
Rechtstitel noch heute in ihren, oder ihrer Rechtsnachfolger Besitz.
Mit dem Falle Stuhlweißenburgs in, Jahre 1543 fiel auch Burg Csvkakö m die
Hände der Türken. Als im Jahre 1566 der kaiserliche Feldherr Salm die Burgen Totis,
Vitän und Geßtes eroberte, ließen die Türken auch Csökakö im Stich, jedoch nur um
es bald wieder zu besetzen. Im Jahre 1598 wurde es durch Schwarzenberg, Pälffy
und Nadasdy den Türken wieder abgenommen und um diese Zeit spielte es als Festung