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Klausenburg gelegene uralte Abtei Kolozsmonostor, die sie bis 1653 besaßen, worauf sie
nach dem Approbatengesetz aus Siebenbürgen verwiesen wurden. Eine wesentliche
Änderung im religiösen Leben Klausenburgs hat die Thätigkeit der Jesuiten nicht hervor-
gernfen. Die Mehrzahl der leitenden Elemente blieb unitarisch, und neben dieser Religion
gelangte in der ersten Hälfte des XVII. Jahrhunderts, besonders seit Georg Räköczy I., das
helvetische Bekenntniß zur Geltung, und im Gemeindeleben zu voller Gleichberechtigung mit
den Unitariern.
Die Wirren, deren Schauplatz Siebenbürgen um die Wende des XVI. Jahrhunderts
zum XVII. wurde, ließen auch Klausenburg nicht unberührt, ohne es indes sonderlich zu
schädigen. In seinen Mauern spielten sich mehrere bedeutende Ereignisse der Geschichte
Siebenbürgens ab. Es sah zahlreiche Landtage, bald in der St. Michaelskirche am Markte,
bald in der reformirten Kirche der Wolfsgasse. Als die Leiche des Fürsten Stephan Bocskay
von Kaschau nach Karlsburg gebracht wurde, war sie unterwegs in seiner Geburtsstadt
Klausenburg auf einem in der St. Michaelskirche errichteten Katafalk ausgestellt. Dieselbe
Kirche sah auch die Fürstenwahl Sigismund Räköczys und hörte den Fürsteneid Gabriel
Bethlens.
Die gewöhnliche Residenz der Fürsten war wohl Karlsburg, doch weilten sie oft
und gern in Klausenburg, was die gesellschaftliche und wirthschaftliche Hebung der Stadt
nicht wenig förderte. Allein schon unter dem Fürsten Georg Räköczy II. gerietst die
friedliche Entwicklung Klausenburgs ins Stocken. Im September 1658 wurde es von
türkischen, tatarischen und walachischen Schaaren gebrandschatzt. Im Mai 1660, als Sejdi
Ahmed Pascha, Gouverneur von Ofen, gegen Georg Räköczy II. auszog, sandte ihm die
geängstete Stadt ihren Stadtrichter, den aus Linz stammenden Kürschnermeister Johann
Linczigh selbdritt entgegen, um ihn zu besänftigen. Sejdi verlangte, die Klausenburger
sollten das türkische Heer in die Stadt einlassen, und schickte Linczigh mehreremale an
das Brückenthor, damit er die Bürger auffordere, das Thor zu öffnen. Allein der wackere
Linczigh hatte Seelenstärke genug, obgleich er mit dem Tode bedroht wurde, die Thor
wache jedesmal zum Gegentheil zu ermahnen, und als man ihn zum Viertenmale hin
führte, rief er: „Ich muß sterben, die Stadt aber übergebt nicht! Schaffet ein Geschenk
für den Pascha und besänftigt ihn!" In der That wurde der Pascha nachgiebig und ließ
die Klausenburger Abgesandten ungekränkt heimkehren. Er selbst zog gegen Räköczy, den
er auch bei Szäß-Fenes, in der Nähe von Klansenburg, schlug. Dann legte er der Stadt
eine Brandschatzung von 75.000 Thalern auf.
König Leopold I. sandte Siebenbürgen ein Heer unter Montecuccoli zuhilfe. Es
nahm 1661 in Klausenburg Quartier, wo dann eine deutsche Besatzung liegen blieb, die
im folgenden Jahre einen Angriff Kutschuk Paschas zurückwies. Als sie aber ihren Sold