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des ungarischen Geisteslebens gemacht und sie aus ein Niveau erhoben, das ihr culturell
den Platz unmittelbar nach der Reichshauptstadt sichert. Dazu trägt schließlich auch, schon
seit vielen Jahrzehnten, die periodische Presse bei, die für die siebenbürgischen Theile Ton
und Richtung gibt. Gegenwärtig erscheinen in Klansenburg 17 Zeitungen und Zeitschriften,
darunter vier Tagesblätter.
Der begeisterte patriotische Eifer hat auch seither in Klausenburg mehrere culturelle,
sociale und wohlthätige Anstalten geschaffen. Wir erwähnen zunächst den „Ungarischen
Klausenburg: Das Redoutengebäude in der Uniongasse.
Culturverein für Siebenbürgen", weil er gleichsam als Kraftprobe der ungarischen
Gesellschaft in Siebenbürgen zu betrachten ist. Er wurde 1885 mit einigen Hundert
Mitgliedern und ganz geringem Capital gegründet; heute hat er über 11.000 Mitglieder
und ein Capital von 2'/- Millionen Kronen. Sein verfügbares Jahreseinkommen beträgt
etwa 150.000 Kronen, womit er mehrere Kinderbewahranstalten, Volksschulen und Volksbibliothekeu
erhält und viele unterstützt. Eine andere bedeutsame Schöpfung der ungarischen
Gesellschaft Klausenburgs, beziehungsweise Siebenbürgens ist der „Siebenbürgische
Karpatheuverein", der ungefähr 4000 Mitglieder besitzt und bestrebt ist, das Volk und die