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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 6

Der Wasserfall von Rekiczel am Fuße der Vlegyaßa. 
Felswänden annehmen. Eine gute Strecke weit ist das Thal nur mittelst hölzerner Planken 
gangbar, die auf eingerammten Pfosten den Bach der Länge nach überbauen. Schäumend 
stürmt der Bach zwischen den Felsen dahin. Da plötzlich reißt die Sohle des Bettes ab 
und sinkt als jähe Steilwand in solche Tiefe, daß das Wasser aus einer Höhe von etwa 
29 Meter als breite, fluthende, tosende 
Masse niederstürzt. 
Beinahe parallel mit dem nord 
wärts fließenden SzKelyö streicht 
westlich von hier in ziemlicher Ferne, 
das größte Gebirge der Gegend, die 
1840 Meter hohe Vlegyäßa (auch 
Vigyäzöberg), deren wildromantische 
Hänge und kreuz und quer verzweigte 
Thäler noch dünner bevölkert sind als 
die der Gyaluer Alpen, ganze große 
Gegenden aber ganz unbewohnt er 
scheinen. Erklimmt man westlich von 
Rekiczel den kahlen Plajberg, so öffnet 
sich dem Auge eine Reihe herrlicher 
Landschaften: rechts die Magura, deren 
dunkelgrüne Fichtenwälder von üppigen 
Alpenmatten unterbrochen sind; gegen 
über die prächtige Kalksteinmasse des 
Feherkö (Piatra alba); links aber im
	        
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