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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 6

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Gegenden. Sein westlicher Theil ist von Zweigen der Alpen durchzogen. An ihrem Fuße 
liegt das anmuthige Kalotaßeg. Der mittlere Theil besteht aus den Thälern der Bäche 
Kajantö und Borsa und dem Szamosthal. Der lange und verhältnißmäßig schmale Strich 
östlich vom Szamosihale gehört zum Mezöseg. 
Das Dlezöseg. 
Mezöseg heißt jener hügelig-muldige Theil des innern Siebenbürger Beckens, der 
im Osten vom Luczbach, einem Zufluß des Maros, im Nordosten vom Sajöfluß, im 
Norden vom Großen Szamos, im Westen vom Kleinen Szamos, im Südwesten vom 
Aranyos, im Süden und Südosten vom Marosfluß begrenzt wird. Sein Gebiet vertheilt 
sich auf vier Comitate. Der mittlere Theil, von Apahida bis Kis-Fülpös, dem östlichsten Orte 
des Mezöseg in dieser Richtung, gehört zum Klausenburger Comitat; der nördlich von diesem 
gelegene Abschnitt, zwischen den beiden Szamos und dem Sajö, zu Szolnok-Doboka; 
der südliche Theil, bis an den Aranyos und Maros, zu Torda-Aranyos; die südöstliche 
Gegend, bis an den Maros und den Unterlauf des Luczbaches, zum Comitat Maros-Torda. 
Der Boden des Mezöseg besteht aus jener eigenthümlichen Schichtengrnppe der 
oberen mediterranen Bildungen, welche Professor Anton Koch als „Mezöseger Schichten" 
bezeichnet. Das herrschende Gestein der Mezöseger Schichten ist der unter dem Namen 
Schiefer bekannte schmutziggelbe oder bläuliche, spaltige, sich schieferig theilende Tegel. 
Neben diesem Tegel kommt auch der gelblich-weiße, bläulich-grüne oder auch mit diesen 
. Farben gefleckte Quarz-Andesit oder Dacit-Tuff vor, und zwar meist in dünnen tafel 
artigen Schichten, stellenweise aber auch in brecciaartigen Bänken. Das dritte Gestein 
des Mezöseg ist der Glimmersandstein, dessen tafelförmige Schichten in der mittleren 
Gegend weniger ausgedehnt sind als in der nördlichen, wo sie Sandsteinbänke von 
beträchtlicher Stärke bilden. Beim Brückenköpfe von Bethlen bilden diese Sandsteinbänke 
eine 30 Meter hohe Felswand. Diese Sandsteine, sowie die erwähnten Tegel sieht man 
nicht selten verkalken und in sandige oder thonige Mergelschichten übergehen. Allein das 
wichtigste Gestein des Mezöstg ist das Steinsalz, dessen Lager gewöhnlich mit Gips vereint 
in die Tegel eingebettet sind. In DeLsakna, Szek, Kolozs werden diese Salzlager zum 
Theil noch jetzt ausgebeutet, andere standen noch vor kurzem in Betrieb. Um Szaß-Nyires; 
am linken Ufer des Bandöbaches, bildet der aus dem Boden steigende Salzfelsen eine 
sechs Meter hohe Wand. Die sehr zahlreichen Salzquellen und Kochsalz-Efflorescenzen des 
Mezöseg sind sichere Anzeichen, daß diese Salzlager sich durch das ganze Mezöseg hinziehen. 
Für die geologische Structur des Mezöseg sind hauptsächlich charakteristisch jene 
Reihen breitrückiger, durch unentwickelte Thäler gegliederter Hügel, deren Abhänge sich
	        
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