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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 6

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entzückend.  Das  hier  noch  enge  Groß-Kokelthal  wird  hier  ringsum  von  waldigen  Felsbergen ­
  gleichsam  eingeschnürt  und  der  öde  Kuvarberg  scheint  die  Stadt  maskiren  zu
wollen;  südlich  derselben  aber  steigt  der  finster  blickende  Felsberg  Budvar  empor,  auf
dem  einst  eine  Burg  der  alten  Rabonbane  gestanden  haben  soll,  und  gegen  Norden  hält
der  steile  Szarkakö  (Elsterstein)  mit  hoch  erhobenem  Felshaupte  Wacht.  Von  der  Bahnstation ­
  führt  die  Bethlenstraße  am  neuen  Comitats-Krankenhaus  vorbei  nach  dem  Hauptplatz, ­
  jenseits  dessen  sie  als  Kossuthstraße  die  Stadt  durchschneidet.  In  diesen
beiden  Gassen  bewegt  sich  der  Hauptverkehr  des  immer  hübscher  ausgebauten  Städtchens.

Szökely-Udvarhely.

Die  Kossuthstraße  mit  ihren  Asphalt-Trottoirs  und  schönen  stockhohen  Häusern  würde
jeder  größeren  Provinzstadt  zur  Zierde  dienen.  In  der  Bethlenstraße  steht  das  schöne,
1895  vollendete  Comitatshaus.  Auf  der  erhöhten  Südostseite  des  Hauptplatzes  erhebt  sich
die  römisch-katholische  Pfarrkirche  vom  Jahre  1788.  Ihr  Vorplatz  gewährt  einen
prächtigen  Blick  auf  die  Stadt  und  die  Ortschaften  der  Umgebung.  Von  dieser  Höhe
führt  eine  gedeckte  Stiege  herab  und  man  gelangt  zu  den  schönen  Gebäuden  der  römischkatholischen
  Töchtererziehungsanstalt  und  des  römisch-katholischen  Obergymnasiums.  In
der  Mitte  des  Hauptplatzes  steht  die  1781  erbaute  Kirche  der  Reformirten.  Die  frühere
reformirte  Kirche  stand  an  der  Stelle  der  jetzigen  römisch-katholischen  und  wurde  nach
alten  Nachrichten  von  Reformirten  und  Katholiken  gemeinsam  und  abwechselnd  benützt,
Ungarn  VI.

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