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Sorge), lä^äckuese (to^uä, leugnet) u. s. w. Dies sind die ersten bekannten schriftlichen
Denkmäler der rumänischen Sprache.
Buchdruckerkunst und Reformation machen ihre Wirkung gleichzeitig geltend. Die
1533 errichtete Honterns'sche Druckerei zu Kronstadt druckt auch rumänische Bücher. Der
Rath von Kronstadt verfügte schon 1559, daß derKatechismus Luthers ins Rumänische über
setzt werde. Auf Rath Beniners Betreiben wird 1562 die rumänische Übersetzung der vier
Evangelien gedruckt. Sie sollte dieRumänendemLutherthumgewinnen,was abernicht gelang.
Desto stärker war der Anstoß, den die eingeleitete Bewegung dem nationalenundliterarischen
Aufschwung gab. Die Kronstüdter Griechen sahen diese Missiousthätigkeit der Lutheraner
ungern, trachteten also selber die kirchlichen Bücher ins Rumänische zu übersetzen. Georg
Coresi, Diakon der griechischen Kirche zu Kronstadt, überträgt mit zwei geistlichen
Genossen mehrere heilige Bücher. 1575 erscheint das Tstrasvungoliul, 1580 auf Kosten
eines vornehmen ungarischen Herrn, Nikolaus Forrö, das Buch: »Tiieui svnri^oliilor"
(Erklärung der Evangelien). Eine andere Vereinigung von Geistlichen, mit dem damaligen
walachischen Bischof Michael Tordosi an der Spitze, übersetzt das Alte Testament, von
dem früher in Mühlbach nur zwei Bücher Mosis erscheinen konnten, auch diese auf Kosten
eines vornehmen Ungarn, Franz Geßti.
Die rumänische Sprache und Literatur thut ihre ersten Schritte auf ungarischem
Boden, mit ungarischer Unterstützung. Die slavische Liturgie wird auch aus der Kirche
verdrängt. Gabriel Bethlen verordnet, daß alle kirchlichen Bücher ins Rumänische über
setzt werden sollen, und plant sogar die Errichtung einer rumänischen Druckerei. Diese
wird dann, 1638, durch Georg Raköczy I. zu Karlsburg wirklich errichtet. Hier erscheint
(1648) die Übersetzung des Neuen Testaments und der berühmte Lukoebisinul ealviirese.
Am wichtigsten aber ist Räköczys Verfügung von 1643, wodurch er dem Bischof Stephan
Simonovics bei seiner Bestätigung aufträgt, in der Kirche keine andere Sprache zu dulden,
als die rumänische. Diese rumänisirenden Bestrebungen finden zwar nicht den Beifall des
Metropoliten von Bukarest, doch gewinnen sie immer mehr an Boden. Auf der Karls
burger Synode von 1675 tritt der Clerus selbst streng gegen die Geistlichen auf, die sich
in der Kirche des slavischen Idioms bedienen.
Neuen Anlaß zu weiterer Entwicklung von Sprache und Literatur gab die im
Jahre 1700 mit Rom geschlossene Glaubensunion, besonders aber die Eröffnung der
rumänischen Schulen zu Blasendorf im Jahre 1754, von wo die begabteren rumänischen'
Studenten nach Rom oder Wien gehen konnten, um sich im Collegium cko propLAancku licke,
beziehungsweise im Pazmaneum weiterzubilden. Diese Jünglinge wurden nach Beendigung
ihrer Studien in der Heimat nicht nur führende Männer, sondern begannen auch literarisch
thätig zu sein. Die hervorragendsten waren Samuel Klein, Georg Sinkai und Peter