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dargestellt, die eine Hand auf Urkunden und Geschichtsrollen ruhend, während er mit der
anderen die Bibel an die Brust drückt. Denn Deutsch war auf kirchlichem, wie auf
politischem Gebiete der Führer des sächsischen Volkes, als das alte sächsische Municipium
dem neuen Organismus des ungarischen Staates eingefügt wurde, und als Gelehrter
hatte er seinem Namen auch über
die Grenzen des Vaterlandes
hinaus Ruhm erworben. Die
Statue steht auf 4 Meter hohem
Granitsockel, dessen vier Seiten
flächen mit den Brustbildern der
Mitarbeiter Teutsch's geschmückt
sind. Es find dies der evan
gelische Bischof G. P. Binder
(f 1867), Conrad Schmidt, der
letzte gewählte Comes des Sach-
senvvlkes (f 1884), der Ge
schichtschreiber I. C. Schüller
(f 1865) und Franz Gebbel,
Seeretär der evangelischen
Landeskirche (f 1877).
Vom Huetplatz führt ein
enger Durchlaß auf den Kleinen
Ring, den ständigen Gemüse-
und Fleischmarkt, dessen Häuser
noch ganz den Stil der Spätre
naissance zeigen und zum Theil
die Bürgersteige durch Lauben
überwölben, unter denen an
Markttagen die Händler ihre
Waare vor Regen geschützt aus-
rufen. Auf dem Kleinen Ring
befindet sich das neue Gewerbevereinsgebäude, mit einer unlängst errichteten Volksbibliothek,
die den über 16 Jahre alten Bewohnern unentgeltlich zur Verfügung steht. An der Ostseite
des Kleinen Ringes erhebt sich die römisch-katholische Pfarrkirche, ein Bau im Jesuitenstil
aus dem Jahre 1725. Südlich vom Großen Ring laufen zwei Parallelgassen: die Fleischer
gasse mit den Kirchen der magyarischen Reformirten und der griechisch-orientalischen
Das Deutsch-Denkmal vor der evangelischen Kirche in Hermannstadt.