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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 6

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Das Comitat zählt vier Städte mit geordnetem Biagistrat: Karlsburg (Gyula- 
Fehervär), Straßbnrg (Nagy-Enyed), Salzburg (Vizakna) und Groß-Schlatten (Abrnd- 
banya), dazu 177 Gemeinden. So große und volkreiche Gemeinden wie im Alföld gibt es 
hier nicht, die meisten sind Kleingemeinden mit 500 bis 1500 Einwohnern; acht Ortschaften 
haben 3000 bis 5000 Einwohner; über 8000 Einwohner hat keine. 
Die große Mehrheit der Bevölkerung treibt Landbau; viele sind Bergleute oder 
arbeiten in den ausgedehnten Forsten. Alle Arten von Kleingewerbe und Handwerk sind 
vertreten, an Fabriken dagegen ist das Comitat eines der ärmsten, obgleich es viel un- 
benützte Wasserkraft, massenhaft billiges Holz, ziemlich billige und brauchbare Arbeitskräfte, 
Maros-Ujvär. 
viel verwerthbares Rohmaterial, ein gutes Verkehrsnetz und eine für industrielle Unter 
nehmungen besonders günstige Bodengestalt hat. 
Die Mehrzahl der Bevölkerung sind Rumänen. Die Magyaren wohnen mit 
Rumänen gemischt meist in den Städten, dann dem Maros entlang und in den Gegenden 
des linken Ufers, doch gibt es auch einige rein magyarische Dörfer. Der Religion nach 
wiegen die Griechisch-Orientalischen und Griechisch-Katholischen vor; dann folgen an 
Zahl die Reformirten und Römisch-Katholischen. 
In den Bergen und Thälern sind die Bildungen der mediterranen, sarmatischen 
und pontischen Periode, sowie des vulkanischen Cyclus in aller Mannigfaltigkeit zu 
erkennen. Die Salzlager von Maros-Ujvar und Salzburg, die Kalkgebirge und Klippen
	        
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