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Gepidische Silberkannen ans dem Funde von Apahida im Siebenbürgischen Museum.
In den rasch wechselnden Stürmen der Völkerwanderungszeit starb hier die
Erinnerung an das Römerthuin so vollständig aus, daß die Magyaren der Landnahine
später den waldverwachsenen Ruinen entweder selber Namen zu geben begannen oder
sich der Benennungen der Slaven bedienten, die hier im Mittelalter als dienstbare
Bevölkerung friedlich gehaust hatten. Die Namen von Gewässern, wie Bißtra, Kraßna,
Cverna, Dobra, und die von Alpen, wie Ruska, Godean, Paring, Negoj, Bucsecs,
Bihar, bezeugen, daß hier Slaven gewohnt haben. Und auch die Rumänen bedienen
sich weit und breit nicht nur dieser geographischen Namen, sondern nennen Sarmizegethnsa,
die einstige Hauptstadt Daciens: Gredistye, Ampelum: Zalatna, Apulunu
Belgrad, Napoca: Clus, Porolissum: Mvjgrad n. s. f., und haben außer diesen
entweder auch die fertigen slavischen Namen übernommen, oder die Namen der magyarischen
^eit ihrer eigenen L-prache angepaßt. So wurde für Uormi^ara ans deni magyarischen
Namen Gyögy: Zsozsa, für ^Iburnris mchor aus magyarisch Verespatak: Basa
rosia, für UeUes aus magyarisch Arany: Uroj u. s. f.
Alle Zeichen deuten also darauf, daß die Slaven, lange Zeit hindurch auch
Bewohner des dacischen Landes waren, während keine einzige der in raschem Wechsel hier
herrschenden Rassen unserem Lande ihren eigenen Stempel irgend für die Dauer
aufprägen konnte.