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in Angriff genommen, der 5000 Meter lang werden muß, bis er unter die bekannten
reichen Adelspunkte der Gänge gelangt, und eine senkrechte Teufe von 160 Meter
unter den jetzigen Werken erschließen wird. In 140 Jahren wurde zu Nagy-Äg Gold und
Silber im Werthe von 28 Millionen Gulden producirt. Das überaus reiche Erz kommt
unregelmäßig und sporadisch vor, aber die Ausschließung gestattet auch den Abbau der
weniger reichen Gänge, von deren Netz das Gebirge durchsetzt ist. Diese Erzgänge liefern
de» Nagyagit, Sylvanit, Krennerit und Petzit, und mitunter so reichlich, daß ein Kilo
gramm 200 bis 300 Gulden Werth ist. Auch in den Gemarkungen von Csertes, Magura,
Teplia, Füzesd und Trestia gibt es Goldgruben, doch sind die reicheren Erzgünge in
den erreichten Horizonten abgebaut und die neuesten, tiefer gelegenen Schürfungen haben
bisher keine bedeutenderen Erfolge aufzuweisen.
Alt ist auch der Boiczaer Goldbergbau. Auf den Bergen Szfregyel und
Körnet, wo noch jetzt gearbeitet wird, findet man Römerspnren. Zu Beginn des
X!X. Jahrhunderts stellte hier der Staat den Bergbau ein, der seitdem von Privaten
betrieben wird. Das bedeutendste Unternehmen ist das der „Ersten siebenbürgischen
Goldbergbau-Actiengcsellschaft", die 624 Arbeiter beschäftigt und einen neuen
Erbstollen eröffnet hat, um neue Horizonte zum Abbau zu gewinnen.
Der Vollständigkeit halber ist hier auch die Goldwäscherei zu erwähnen, die einst
in größerem Maßstab betrieben wurde, jetzt aber immer mehr an Wichtigkeit verliert. An
den Ufern des Aranyos und Ompoly sieht man ihre Spuren noch jetzt weithin in Gestalt
von großen, eigenthümlichen Hügeln und Canalleitungen. Auch am Maros, besonders
wo der Aranyos und Ompoly in ihn münden, wurde einst Gold gewaschen, desgleichen
an den Flüssen Alt, Strell, Szamos, Zibin, am Burzenbach und Kalten Körös. Zur Zeit
Maria Theresias gab es — von den Goldwäschereibezirken Piän, Verespatak und Zalatna
abgesehen — Waschgold aus den Gemarkungen von Czebe, Körösbänya, Rußka, Karäcs,
Ruda, Kristyor, Valea-Runkulnj, Vites, Neferas, Kispatak, Pojana, Toplicza, Banicza,
Herczegan, Sibistie, Csora, Lnpsa, Mnska, Offenburg, Toroczkö, Also- und Felsö-Jära,
Peterlaka, Oklos, Kißkfalva, Jvarfalva, Räkos, Bagyon, Kövend, Meszkö, Kereßtes,
Szorczeli, Bajon, Egerbegy, Gyercs, Löna und Gerend. Selbstverständlich kam in der
Nähe der Bergwerke von den bald entwaldeten Erzgebirgen durch schwere Regengüsse
eine Menge goldhaltiger Sand herab, lagerte sich in den Thälern ab und machte die
Goldwäscherei lohnend. Mit der Vertheuerung des Taglohnes ging aber das heute nur
noch von Zigeunern geübte Gewerbe des Goldwaschens immer mehr zurück, man wäscht
jetzt nur das Gold des Veres- und Schlattenbaches, in der Nähe der Gruben, beziehungs
weise der Pochwerke, wo das Wasser einzelne Goldkörner absetzt, und hie und da im
Aranyos unterhalb der Mündung des Schlattenbaches.