Die ungarische Grenze gegenüber von Ada-Kaleh.
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Das Klima von Herculesbad ist mild. Von den Bädern abgesehen, sind schon die
gleichmäßige Temperatur, die reine Lust, das köstliche Gebirgs-Ouellwasser, der wirklich
vornehme Comfort und die angenehmen Zerstreuungen des geselligen Lebens von
günstigster Wirkung auf den Leidenden. Die Heilkraft der Schwefelthermen bewährt
sich in der Trink- oder Badecur namentlich bei chronischem Gelenks- und Muskel-
rheumatismns, Lähmungen, Gicht, Ischias und Hautkrankheiten; die schwefelfreien warmen
Salzquellen aber bei Scropheln, Drüsengeschwülsten und schwer heilenden Geschwüren.
Südlich von Mehädia folgt man, immer noch zwischen hohen Bergen, der Cserna
Weiler, deren Wellen mit zornigem Gebraust über das Felsgetrümmer ihres Bettes
hinwegstürmen. Rasch nähert man sich der Donau, deren breites silberglänzendes Band
von Zeit zu Zeit zwischen den Bäumen herüberblitzt. Dann schwenkt der Zug am Fuße
eines mäßig hohen Berges nach Orsova ein, das zugleich Grenzstation der Eisenbahn
gegen Rumänien ist. Weiterhin grünt mitten in der Donau, einem üppigen Obstgarten
gleich, Ad a-Kaleh, das mit seiner türkischen Bevölkerung, den alterthümlichen Festungs
werken und der schlanken Moschee, ein Denkmal der einstigen osmanischen Herrschaft
bildet. Im Süden, am rechten Ufer des gewaltigen Stromes, schließen den Horizont
die Gebirge Serbiens, während gegen Osten die Grenzberge Rumänien^ auftauchen.
Die Donau macht eine leichte Wendung gegen Südost, nimmt noch unterhalb der vUisel
den Vodniczabach auf und verläßt dann Ungarn.