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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 1

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der Richtung nicht ab, welche die Entwicklung des ganzen Jahrhunderts eingcschlagen 
hatte. Das Land wünschte Reformen und der Reichstag des Jahres 1790 entsendete mehrere 
Commissionen, welche dieselben in Fluß bringen sollten. Vieles stand auf dem Programm, 
was erst in neuester Zeit verwirklicht winde: Criminal- und Handelsevdex, Militär-, 
wissenschaftliche und Kunstakademien, Fabriken, Verkehrsmittel. Auch die Cultur der 
Nationalsprache, welche seit dem Auftreten Bessenyes in allen Zweigen der Literatur- 
schöne Fortschritte machte, wurde seitens der Landesväter nicht vergessen. Das Gesetz 
von 1790/91 verordnete, daß die ungarische Sprache an der Universität, in den Akademien 
und Gymnasien gelehrt werde. Gesetzartikel VII: 1792 erhvb die ungarische Sprache 
überall, mit Ausnahme der Nebenländer, zum obligaten Lehrgegenstand. Schon lebte 
Franz Kazinczy, sozusagen der Schöpfer der neuen Literatur, der große Reformator der 
Sprache; das nächste Jahrzehnt sah aus der Menge der Autoren in Vers und Prosa 
zwei große dichterische Talente hervorragen, wie deren die ungarische Literatur seit Zrinyi
	        
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