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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 1

Über das magyarische Volkslied gibt es schon eine 
ganze Literatur. Die älteren gedruckten und geschriebenen 
Sammlungen hat in den Vierziger-Jahren Johann 
Erdelyi im Aufträge der Kisfalndy-Gesellschaft zu drei 
stattlichen Bünden zusammengestellt, deren erster in 
dreizehn Bücher getheilt ist, mit Liebesliedern, Hochzeits 
gedichten, Trinkliedern, Räuber- und Pusztenliedern, 
Spottliedern, andächtigen Gesängen und Trauer- 
gcdichten; dann folgen heilige Lieder und Weihnachts 
gesänge; dann geschichtliche Nativnallieder; Soldaten 
lieder, Kriegslieder, Romanzen und Volksballaden, 
Spiel- und Kinderlieder, schließlich Csangö - Lieder; 
der zweite und dritte Band erweitern diese nämlichen 
Gattungen und fügen die Szekler Volkslieder hinzu, 
von welch letzteren jedoch Johann Kriza in seinem 
Werke ,Vaä i-o^süle« (wilde Rosen) eine weit reichere 
Sammlung veröffentlichte. Später hat die Kisfalndy- 
Gesellschaft das Sammeln der Volkslieder neuerdings 
aufgenommen unter der Redaetion von Paul Gynlai 
Die magyarische Volksdichtung.
	        
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