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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 1

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entwickelteren landwirthschaftlichen Cultur vorgefnnden haben, als die anderen Theile 
desselben. 
Als die magyarischen Eroberer sich an ständige Wohnsitze gewöhnten und ein 
angenehmes Heim ihnen zum Lebensbedürfniß wurde, konnte unter den Factoren eines 
solchen natürlicherweise auch der Garten nicht fehlen. Ihre Lehrmeister in dieser Hinsicht 
waren meist die Mönche. Den Benedictinern war durch ihre Ordensregeln die Hände- 
Aus dem Park von Alcsuth: Das Teichufer. 
arbeit zur besonderen Pflicht gemacht und auch die Prämonstratenser und Cisterciten, 
sowie die Johanniter folgten dieser Verordnung. Nach der erwähnten Regel des heiligen 
Benediet mußte das Kloster derart angelegt sein, daß alles für den Orden Nothwendige, 
also namentlich auch der Garten, an einem Orte, nämlich innerhalb des Mauerfriedens 
beisammen sei, »rw iron sit rmeosZitas vgHanäi koras". Daher hatte jedes hier entstandene 
Kloster, nicht nur jenseits der Donau, — wo der Garten der Martinsberger Abtei, der 
»liortrm Uairrwniensis« sich sogar besonders erwähnt findet, — sondern auch längs der 
Theiß, in den Gebirgsgegenden wie im Alföld, seinen Hausgarten, und als die ersten 
Pfleger und Verbreiter der eigentlichen Gartencultur in Ungarn werden mit Recht die 
Mönchsorden anerkannt. Jndeß finden sich auch anderweitig, so bei den Burgen des Königs 
Ungarn I. 30
	        
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