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durch den Wald, so weißt du nicht, was du zuerst thun sollst: den Klotzen, die aus dem
Wasser ragen, und den Stämmen, die den Weg verstellen, answeichen, oder die brechenden
Bäume und stürzenden Äste vermeiden, und zwar bei möglichst langsanier Steuerung
deines Kahnes, da derselbe bei rascherer Fortbewegung an Knorren und Strünke unter
dem Wasser stoßen, leck werden und dein Leben gefährden konnte. Der überschwemmte
Wald ist schön und furchtbar zugleich und schon mancher Forstbeamte hat in ihm sein
Leben gelassen.
Der um sich greifende Flugsand des Alföld ist eine stete Gefahr für die besser
gehaltenen Cnltnren,man sucht ihm also durch Aufforstung zu wehren; dies geschah früher
durch Pappelstecklinge, während jetzt die der Bodenbeschaffenheit entsprechende und unge
mein brauchbare Akazie gepflanzt wird. Wo die Akazienpflanzungen nicht gelungen sind,
dort hat man es mit Stecklingen der canadischen Pappel versucht, die auch zu schönen
hochstämmigen Wäldern gediehen ist; an manchen Stellen finden sich aber auch schon
gelungene Eichenbewaldungen und hier und da auch Götterbüume mit ihren langen
gefiederten Blättern und Samen, dem einen Pflanzer Werth wegen ihres guten harten
Holzes, während der andere sie weniger zu schätzen weiß.
Aoch zwei Merkwürdigkeiten der Waldgegend im Alföld verdienen in Kürze erwähnt
zu werden: die eine ist der Wald der Nyirseg, die andere die eines europäischen Rufes
genießende Sandwüste von Deliblat.
Die Wälder der Rhirseg, welche sich im nordöstlichen Winkel der ungarischen Ebene,
und zwar auf der Grenzlinie der Comitate Szabolcs und Szatmar befinden, stehen ans
ehemaligem pflngsand und bilden wohl das Mannigfaltigste, was man in dieser Art sehen
kann. Selbst was davon am besten in Stand erhalten ist, hat den Charakter der Auwälder,
^.n besseren, frischeren Strecken sind mit Eichenwald bestanden, und zwar durchweg niit
der Stieleiche, welche lange, schlanke Stämme ausweist; die wässerigen Senkungen sind
mit Birken besetzt, welche beim Steigen des Grundwassers absterben, beim Fallendesselben
aber gleich wieder überhand nehmen. Den Übergang zwischen dieser und jener Boden
beschaffenheit bezeichnet ein schönwüchsiges Gemisch beider Baumarten, bis schließlich der
Birkenwald immer dichter wird, nur aber weiterhin auch seinerseits Boden zu verlieren
und dem Schilf- und Binsengestrüppe zu weichen, auf welches das Röhricht und zuletzt
das glatte Wasser folgt. Ein großer Theil dieser Wälder ist indeß schon verschwunden und
hat sich in Ackerland verwandelt; was aber übrig geblieben, dient als glänzender Beweis
für die '<rtämmlgkeit des Waldes, der auf diesem Boden zu erzielen wäre.
Das interessanteste Stück des Alföld ist in forstlicher Hinsicht die dem Ärar-
gehörige Sandwüste von Deliblat, ans deren Gebiet von rund 50.000 Joch schon seit dein
Anfang dieses Jahrhunderts ein zäher Kampf zwischen dem Forstmann und dem durch