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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 5, 1. Abtheilung

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aufrecht steht, gehört jetzt den Reformirten. Die Kirche zu Szepsi hat an ihrer Südseite ein 
hübscheres Portal, dessen Bildung an das Portal des Kaschauer Domes erinnert. Im 
Chor der Kirche zu Lapispatak sind die Tragsteine mit menschlichen Köpfen geschmückt. 
Die Kirche zu Nagy-Säros ist frühgothisch. Die zu Hßthärs wurde später gänzlich 
umgestaltet. Das Schiff der Kirche zu Zborö wurde im Jahre 1662 neu erbaut, hat 
aber sein eigenthümlich angeordnetes Chor behalten, das einen Kranz von vier, in der 
Richtung der Radien gestellten und polygonal abgeschlossenen Kapellen aufweist. 
Im Zipfer Comitat sind die Baudenkmäler dieser Art zahlreicher. Die drei- und 
zweischisfigen Kirchen haben wir schon aufgezählt; die übrigen, etwa fünfundzwanzig an 
der Zahl, sind ausnahmslos einschiffig. Unter ihnen stimmen die geradlinig abgeschlossenen 
infolge ihrer Primitivität mehr oder weniger mit der romanischen Bauweise überein, daher 
auch einige der einfachsten bereits bei den Denkmälern der romanischen Baukunst erwähnt 
wurden. Die geradlinig abgeschlossenen sind größtenteils solche, deren Gewölberippen 
auf einem in der Mitte des Schiffes stehenden achteckigen Pfeiler ruhen. Diejenigen, die 
ein dreiseitig abschließendes Chor besitzen, sind von mehr gothischem Charakter, obgleich 
auch an ihnen romanische Details, z. B. rundbogige Fenster, Vorkommen. An ihrer West 
seite erhebt sich meist ein Thurm von quadratischem Grundriß und geringer Höhe, doch 
finden sich auch welche mit alleinstehendem Glockenstuhl und etliche haben überhaupt keinen 
Thurm. Sämmtliche Thürme haben im XVII. und XVIII. Jahrhundert größere oder 
geringere Umänderungen erlitten. Geraden Abschluß haben die Kirchen zu Körtvelyes, 
Groß-Schlagendorf (Nagy-Szalök), Jamnik, Lomnitz, Deutschendorf (Poprad), Donnerst- 
markt (Csütörtökhely), Odorin und Tepertz (Toporcz); mit drei Seiten schließen die zu 
Marksdorf (Marknsfalva), Georgenberg (Szepes-Szombat), Wallendorf (Szepes-Olaßi), 
Gorg (Görgö), Kapsdorf (Käpoßtafalu), Mühlenbach, Mälter (Maldur), Nagyör und 
Altendorf (Ofalu). In der Kirche zu Gorg ruhen die Gewölberippen auf Kragsteinen, die 
mit menschlichen Figuren geschmückt sind. Im Chor der Kirche zu Kapsdorf stellen die 
Schlußsteine menschliche Köpfe dar. Die Kirche zu Mälter hat eine flache Holzdecke. Die 
Kirchen zu Altendorf und Tepertz haben Südportale mit reicher gegliederten Laibungen. 
In den östlich und südlich anstoßenden Comitaten ist die Zahl der gothischen Bau 
werke weit geringer und auch an Wichtigkeit können sie sich mit den erwähnten nicht 
messen. Im Zempliner Comitate hat die Pfarrkirche von S äro sp atak drei Schiffe zu sechs 
Jochen, mit geradem Abschluß. Vor ihrer Westfacade steht ein fünfeckiger Thurm. Auf 
dem Strebepfeiler der südlichen Ecke liest man die Jahreszahl 1492, dagegen ruht die 
Nordwand auf der im Jahre 1543 erbauten Stadtmauer, woraus hervorgeht, daß die 
ältere Kirche im XVI. Jahrhundert umgestaltet wurde. Das Gewölbe der Kirche ist nicht 
spitzbogig. Kleinere Bauten in diesem Comitate sind die Pfarrkirchen zu Nagy-Mihaly,
	        
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