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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 5, 1. Abtheilung

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Details und rohe Formen charakterisirt, die Kapelle jedoch und die Thüre des Königssaales 
weisen gewähltere gothische Formen auf. 
Außer den Burgen sind ans der gothischen Bauperiode wenig weltliche Gebäude 
erhalten geblieben. Den durch deutsche Ankömmlinge gegründeten Städten dienten 
Anfangs als Schutz die dicht aneinander gereihten, schmalen und tiefen Holzhäuser, die den 
mehr oder weniger regelmäßigen, länglich viereckigen oder runden Hauptplatz ringförmig 
umschlossen. Daher die Bezeichnung „Ring" für den Markt. Diese Anordnung weisen 
manche Städte noch jetzt auf, unter ihnen: Neusohl, Kremnitz, Leutschau, Eperies, Kaschan, 
Zölyomvär bei Altsohl. 
Rosenau u. a. Am charakteristischsten und Dank ihrer Regelmäßigkeit gefälligsten sicht man 
sie in Bries (Breznöbanya), wo Kirche und Rathhaus am Hauptplatz stehen, -späterhin, in 
der zweiten Hälfte des XIII. Jahrhunderts, als die Bürgerschaft sich gekräftigt hatte, traten 
steinerne Häuser an die Stelle der hölzernen und die Städte umgürteten sich mit thurm 
bewehrten Steinmauern. In den Bergstädten setzte der plötzliche Aufschwung der Wohl 
habenheit breite Häuser an die Stelle der schmalen; mehrere solche stehen noch jetzt an den 
Hauptplätzen zu Kremnitz, Schemnitz und Nensohl. Sie haben mitunter ihre ursprüngliche 
Anordnung bewahrt; der größte Theil des Erdgeschoßes ist eine geräumige, flach gewölbte 
Halle, aus der zwei Treppen, einerseits in den Oberstock hinauf, anderseits in den Keller 
hinabführen, während längs der Wand in Nischen Steinbünke stehen. An Umgestaltungen 
Ungarn V.
	        
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