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der Glockenstuhl zu Käsmark und der Zinnenkranz der Burg Nedecz, zeigen einfachere
Renaissanceformen; sie bestehen aus kleineren und größeren, regelmäßig abwechselnden
Giebeln, die oben geradlinig oder halbkreisförmig abschließen und seitlich zwischen zwei
schlanke Pilaster oder vielmehr Leisten gefaßt sind. Einen derartigen Zinnenkranz haben auch
die Mauern und Thürme der durch Stefan Thököly im Jahre 1620 umgebanten Käsmarker
Festung. An den reicher gestalteten mischen sich Formen der Renaissance mit solchen von
orientalischem Charakter. So am Schlosse zuFrics im Säroser Comitat. Es ist ein Bau
Hos des Schlosses Zsigmondhaza.
von französischer Anordnung, also ohne Hof; 30 Meter lang, 16 Meter breit, etwa 18 Meter
hoch; die südwärts gewandte Hauptfronte von zwei viereckigen, massigen hervorspringenden
Thürmen flankirt; als Gesimsband dient eine Blendarkade, deren 1'85 Meter hohe Felder
durch Sgraffitvdarstellnngen mythologischen, symbolischen und historischen Inhalts, und
zwar lebensgroße Figuren (Venus, Mars, Spes, Fides, Aeneas, Vitellins u. s. w.) belebt
sind; auch die Giebel sind mit Sgraffito geschmückt, welches theils Laubornament, theils
Figuren, Engelsköpfe, Löwen u. s. w. darstellt. Ein Fenstergesimse an der Nordseite hat
eine Inschrift, welche den Valentin v. Bertholt (1623) als Bauherrn nennt, während am
Rande der Hauptfa^ade eine lateinische Inschrift in deutschem Renaissancerahmcn besagt,
daß Michael Sorger sie im Jahre 1630 erbaut hat. Von diesem Künstler sind keine anderen