Detail aus den Stuckornamenten der Jnvalidmlirche zu Tyrnau.
Schloß zu Zborö im Saroser Comitat in einem großen, mauerumschlossencn Hofe, an den
beiden Ecken der Fa^ade springen Rundthürme vor. Die gleiche Disposition zeigt das
Schloß zu Nagy-Säros (1617); es hat, wie das Schloß Luka im Neutraer Comitat, vier
runde Eckthürme. Kleinere Gebäude dieser Art sind unter andern: im Liptauer Comitate das
Rakovßky'sche Schloß zu Nagy-Selmecz (1636), im Sohler Comitate das Radvänßky'sche
zu Radvänp und das durch Thomas Benitzkh 1667 erbaute Schloß zu Atsö-Mitwintze. Ein
mehr culturgeschichtliches Interesse knüpft sich an den stockhohen Flügel, welchen Susanne
Lorantffh, Gcmalin Franz Räköczys 1. um das Jahr 1650 der Burg zu Sarospatak
angebaut hat. Am Schlosse zu Dcmete (Saroser Comitat), das mit vier stockhohen Flügeln
einen rechteckigen Hof umschließt, gemahnen höchstens die beiden geschlossenen Erker der
Hauptfa^ade an Schutzwehr; der Spitzgiebel des Thorcs, und dessen Consolen, sowie die
der beiden Erker, fallen durch ihre ungewöhnlich rohen Renaissanceformen auf.
Im Trentschiner Comitat verräth Zsigmondhäza durch die Lage und das ganze
Äußere, daß bei seiner Erbauung nicht an Vertheidigung gedacht wurde; auch in
künstlerischer Hinsicht übertrifft es, obgleich kein Meisterwerk ersten Ranges, andere Schlösser
dieses Jahrhunderts. Der Name stammt von dem Erbauer, Sigmund Balassa. Das Schloß
steht frei, Aller Augen sichtbar, auf sanftem Hügel, der einem höheren, den Waagflnß
begleitenden Bergzuge vorgelagert ist. Es ist einstöckig und von ungemein schlichtem Äußern,
das übrigens recht stattlich wirkt; ein vor kurzem ausgebrochener Brand, nach dem
der damalige Besitzer ein niederes Dach aufsetzen ließ, hat den Eindruck verringert, ^.cr
viereckige Hof ist mit einem Pfeilergang umgeben. Die Formen der Pfeiler und sonstigen
Details sind die einer verzopften Kunst, allein schon ihre schönen Verhältnisse verleihen dem