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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 5, 1. Abtheilung

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Dieses  Gesetz  änderte  jedoch  an  den  Launen  des  Flusses  nur  wenig.  1687  entsandte  der
Reichstag  eine  besondere  Commission  an  die  Waag  und  die  Raaber  Donau,  um  zu  verfügen,
daß  das  Wasser  beider  Flüsse  anders  geleitet  werde.  Aber  auch  dieser  Plan  blieb  Plan.
1725  bildete  sich  ein  Privatnnternehmen  zur  Schiffbarmachung  der  Waag;  eine  umfassendere
Regulirung  ließ  aber  auch  diese  Gesellschaft  nicht  vornehmen.  Nenestens  sind  Vereine  zum
Hochwasserschntz  am  rechten  und  am  linken  Ufer  der  Waag  entstanden,  deren  Dämme  in
der  Länge  von  117.725  Meter  die  Komorner  Gegend  schützen.

Thor  der  alten  Festung  in  Komorn.

Die  Donau  hat  im  Kleinen  ungarischen  Alföld  eine  rasche  Strömung.  Ihr  Fall
betrügt  von  Preßburg  bis  Vajka  12  bis  13  Meter,  ihre  mittlere  Geschwindigkeit  1  bis  2  Bieter
die  Secunde.  Da  das  Wasser  Massen  von  Kies,  Sand  und  Schlamm  mit  sich  führt,
entstehen  unzählige  Sandbänke  und  der  Strom  ist  von  Zeit  zu  Zeit  gezwungen,  sich  ein
neues  Bett  zu  wühlen.  Seine  Richtung  ändert  sich  also  immerfort;  es  entstehen  in  ihm
Inseln  und  Auen,  um  mit  unglaublicher  Schnelligkeit  wieder  zu  verschwinden.  Die
Schlamm-  und  Sandbänke  überziehen  sich  in  wenigen  Jahren  mit  üppigem  Weidicht,
            
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