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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 5, 1. Abtheilung

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Dvnau gelegene Insel Jlkas oder Inkas. Dort wvhnte ihre Königin, die zauberschöne 
Tnnder Ilona (Fee Ilona). Die Feen pflegten von der Insel über die Maeskarev 
(Katzenfurt) nach den Wiesen von Mogyorös (Haselwiese) zu gehen, wo sie unter einer 
hundertjährigen Weide ihren Tisch deckten. An dem Mahle konnte jedermann theilnehmcn. 
Wenn sich die Feen entfernten, fiel Goldstaub ans ihren Haaren und Jeder durfte davon 
anfheben, soviel er konnte. Es gab auch damals keinen Armen, keinen Bettler auf der 
ganzen Insel Schütt. Als aber einmal ein gemeiner Mensch, nachdem er sich an der Tafel 
der Feen satt gegessen, deren Güte mit Rohheit erwiderte, verschwanden die Feen und 
zeigten sich nie wieder- Der Fährmann von Maeskarev fand in seinem Fährbovt nach 
ihnen ein goldenes Hufeisen, das sie als Bezahlung hinterlassen. Seitdem herrscht aus der 
Insel Noth und Elend, der Goldene Garten wurde zum Csallököz. Die Insel hat gegen 
wärtig 150 Ortschaften. Zur Zeit Jstvanffys (XVI. Jahrhundert) hatte sie noch 257 
volkreiche Gemeinden. Die jetzige Bevölkerung der Schütt befaßt sich lediglich mit Ackerbau 
und Viehzucht. Der Boden ist nicht übermäßig fruchtbar, gehört aber auch nicht zu den 
geringeren Classen. In neuerer Zeit wird auch Obst mit gutem Erfolg gezogen. Die 
Benedictinerherrschast von Miss versieht die ganze Insel mit vorzüglichen Obstbäumen. 
In dem zum Komorner Comitate gehörigen Altaj (untere Gegend) sind die 
bedeutenderen Ortschaften: der Marktflecken Güta am Zusammenflüsse der Waag und der 
Kleinen Donau. Er hat 7.088 Einwohner. Seine Gemarkung enthält etwa 26.000 Joch 
Hutweide, Weidicht, Obstgärten und wenig Ackerland. Er hat eine wässerige, ungesunde 
Lage und leidet sehr viel von Überschwemmungen. Er bringt massenhaftes Heu, wenn auch 
nicht von besonderer Güte, und ausgezeichnetes Obst hervor. Seine Viehzucht ist sehr 
ausgedehnt. Die hier verfertigten Zuggarne sind im ganzen Lande gesucht. Großgrund 
besitzer ist hier der Erzbischof von Gran, der gewesene Grundherr. 
Südwestlich von Güta liegt der Marktflecken Nagy-Megyer mit 3.241 Ein 
wohnern, in fruchtbarer, aber durchfeuchteter Gegend. Er kommt schon im XII. Jahr 
hundert vor; seine Privilegien hat er von König Matthias erhalten. Einst hatte er auch 
eine Burg, wo die Bevollmächtigten Johann Zapolyas und Ferdinands I. unterhandelten. 
Unter den Dörfern sind folgende zu erwähnen: Csicsö, wo die verwitwete Herzogin 
von Sabran, geborene Gräfin Adele Kalnoky, Schloß und Park mit großer Fasanerie besitzt. 
Nebenan liegt Füss, Besitzthum der Erzabtci Martinsbcrg, wo vor 1848 der Erzabt das 
Recht hatte, Prädial-, das heißt geistliche Edelleute zu ernennen. Der große und schöne 
Obstgarten ist in der ganzen Schütt wohlbekannt. Apäcza-Szakallas war ehemals 
Besitzthum der Clarissinnen von Preßburg. Jetzt hat es eine schöne und ausgedehnte Land- 
wirthschaft. Nahebei liegen noch drei Dörfer, namens Szaknllas. Szimö liegt an der Nord 
grenze des Komorner Cvmitates, an der Waag; sein Kraut ist selbst in fernen Landen beliebt.
	        
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