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in denen steileWege emporklimmen, in mehrere Abschnitte getheilt. BeiBukvecz wurden im
Thon dieses Gebirges die Zähne und morschen Knochentheile eines Urelephanten gefunden.
Sein höchster Berg ist der Bradlö (544 Meter); er besteht aus sehr festem, kleinkörnigem
Kalkconglomerat, das zu Steinmetzarbeiten dient. Am Fuße dieses Berges, fast in der
Mitte des Gebirges, liegt an der Straße nach Verbö und Miava der Ort Brezova, die
drittgrößte Gemeinde des Comitats, mit 5.600 Einwohnern, meist Gewerbetreibenden.
Die dortigen Gerber verarbeiten für den Bndapester Markt Häute im Werthe von
jährlichen 30.000 Gulden. Vier Wollwäschereien versenden ihre gewaschene Wolle nach
Schlesien, Böhmen, Mähren und Deutschland. Auch wird mit Vieh/ Geflügel, Eiern und
anderen Nahrungsmitteln Handel getrieben.
Unter den südlichen Spitzen des Brezovögebirges ist der Jökö erwähnenswerth.
An seiner Nordseite sieht man eine geräumige Höhle und darin, in Fels gehauen, Altar,
Sitzbank und Feuerherd, das Werk eines Einsiedlers im vorigen Jahrhundert. Den Gipfel
krönen die Trümmer der Burg Jökö, einst Eigenthum des Michael Orßagh, später des
Geschlechtes Czobor und der Grafen Erdödy; in ihren festen Verließen saßen die
Gefangenen der Herrschaft. Eine halbeStunde von der Burg liegt in tiefem Thalgrund, von
Felsgebirg und wildreichen Forsten umgeben, die Ortschaft Jökö. Ihre Merkwürdigkeit
ist der Kalkfelsen, auf dem die alte Kirche steht und an dessen Fuße aus mehreren Quellen
das berühmte Jököer Wasser entspringt. Eine der Quellen bricht mit armdickem Strahle
mächtig hervor, um sich nach kurzem Lauf mit den übrigen in einem Bassin zu vereinigen.
Dieses Wasser friert nie zu, gewährt aber selbst bek der größten Hitze einen frischen,
labenden Trunk. Es quillt so reichlich, daß es gleich an seinem Ursprung eine Mühle
zu treiben vermag, und eilt schließlich als Blävabach der Waag zu. Oberhalb der Quelle
ist ein Steinbruch für Bau- und Grabsteine. Im Nachbarorte Vittencz (Tellnitz)
besitzt Graf Josef Palffy ein großes Schloß mit Park und eine Stunde davon ein Jagdschloß
in schönem Wildschweingehege. Die Herrschaft Vittencz ist eine richtige Musterwirthschaft.
Der nordwestliche Theil des Brezovögebirges enthält malerische Felsreihen, deren
grellrothe, der Juraformation angehörige Hornsteinmassen sich bis Turoluka erstrecken und
das Material für die vorzügliche Straße liefern. Weiterhin erregt der an versteinerten
Aptychen und Ammoniten reiche Mergelberg unsere Aufmerksamkeit. Er trägt die Burg
-'Berencs, die, zum Schutze der nach Mähren führenden Straßen, schon 1297 bestand.
Unter ihren Besitzern finden wir die Geschlechter Hunt-Pazman, Stibor, Pongracz; zuletzt
fiel sie den Nyary zu. Die vor den Preßburger Gerichtstag von 1674 citirten protestantischen
Geistlichen waren zumeist im Kerker dieser Burg eingeschlossen, ehe sie auf die Galeere
geschleppt wurden.