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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 5, 1. Abtheilung

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von zehn Kilomeier Länge bis zum Saume des Tannenwaldes aushauen ließ; oben aber, 
bei dem Krivän ließ der Touristenverein ein Schutzhaus erbauen, um dem Wanderer die 
Reize der dortigen Aussicht zu eröffnen. Aus der Tannenregion gelangt man auf Hirten- 
und Heerdenpfaden, an Quellen und Bächen, Viehweiden und Tränken vorbei, zur Alpen 
zone; da mischt sich langhalmiges Gras mit den am Boden hinkriechenden Stämmen der 
Zwergtanne, die so durcheinander gewachsen sind, daß selbst das Wild hier nur im Falle 
der Verfolgung unterzuschlüpfen wagt. Auf den Lichtungen dieser Dickichte wachsen rothe 
Budatin. 
und schwarze Heidelbeeren. Dann folgt die Gipfelregion, ein breites, leicht erreichbares 
Plateau. Die Aussicht von hier umfaßt die Liptauer und Ärvaer Alpen, die niedere und 
hohe Tatra, die Beskiden, die Veterna Hola, die Berge von Freistadtl, sie taucht ins 
Kisuczathal hinab und folgt der Waag in ihrem geschlängelten Lauf durch das Silleiner 
Becken. 
Die östliche Mündung dieses Beckens ist mit den Burgruinen Ovar und Sztrecsnö 
geschmückt. Beide sind alten Ursprungs. Ovar gelangte zur Zeit Ladislaus' IV. in den 
Besitz des Hauses Csäk, nach Matthäus' Tode aber in königliche Hand. Im Jahre 1446 
wurde es sammt Sztrecsnö dem Pongräcz von Szentmiklös verliehen, als Entgelt für
	        
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