Abends nimmt man der Braut
den Kranz vom Kopfe. Bei dem darauf
folgenden Abendessen verehrt sie den
Gästen verschiedene Kleinigkeiten, was
diese erwidern, indem sie Geld in einen
auf dem Tische stehenden Teller oder
in die Schürze der Braut werfen.
Der Tanz wird bei der Hochzeit
gewöhnlich durch das junge Paar
eröffnet (Krauts^ karre e). Während der
ganzen Tanzunterhaltung herrscht ein
Wetteifer unter den Burschen, die
Braut recht in Schwung zu bringen.
Der häufigste Tanz ist der Csardas.
Von den slovakischen Originaltänzen
ist an manchen Orten der sirnmaü
gebräuchlich, der nach Art der Schncll-
polka getanzt wird, doch mit dem
Unterschiede, daß die tanzenden Paare
von Zeit zu Zeit innehalten, mit dem
Fuße einmal aufstampfen, einmal in
die Hände klatschen, einander scheinbar
bedrohen und dann sich weiter drehen.
Nicht minder interessant ist derTüchel-
tanz (raonikov^ innen). Dabei breiten
sie ein Tüchel auf den Boden und
stellen auf die beiden Ränder brennende
Kerzen, diese umtanzt jedes Paar
einigemale, worauf Tänzer und Tänzerin nicderknieen und sich küssen. Findet die Tanz
unterhaltung im Freien statt, so wird auch, besonders wenn ein Dudelsack die Musik
macht, gerne der Hajdukentanz (ock^omok, porabuekzst getanzt.
Der Tanz ist ein Lieblingsvergnügen der slovakischen Jugend. Im Fasching
namentlich sorgen die Burschen des Dorfes dafür, dass jeder Sonntag sein Tänzchen
habe. An den beiden letzten Tagen des Faschings gehen die Burschen von Haus zu Haus,
wo es Mädchen gibt, und holen diese zu einem letzten Tanz, ehe der Aschermittwoch ein
Ende macht; sie nennen diese Unterhaltung irejrrö. Am Aschermittwoch pflegen die
Slovakischer Drathbinder aus Rovne.