31
dm höchstgelegenen Thälern des Mätragebirges hinab bis fast in die große Alföld-Ebene.
Systematisch erforscht sind aber nur ganz wenige. Die bedeutenderen Bestattungsorte,
von denen wir sichere Nachrichten haben, sind die bei dem schon öfters erwähnten Pilin
(Nögräder Comitat), bei Andrasfalva (Liptauer Comitat), Nyitraßeg (Barser Comitat),
Noväk, Nagy-Lehota (Neutraer Comitat), Ürmezö (MLramaros), HarsLny (Borsoder
Comitat) und andere mehr.
Die in den obernngarischen Gräberfeldern der Bronzezeit gefundenen Aschennrnen
und Thongefäße sind ihrer Form nach, mit größeren oder geringeren Abweichungen, den
Gegenstände ans dem'Komjäthnaer Bronzefund.
Gefäßen verwandt, die auf ähnlichen Bestattungsplätzen in anderen Gegenden des Landes
gefunden wurden. Am häufigsten erscheint die bekannte bauchige, unten enge Urnenfvrm,
deren einzige Verzierung meist die über der Biegung des Bauches einander gegenüber
angebrachten senkrechten Henkelchen, Buckel, zuweilen auch der Biegung des Bauches
folgende Parallellinicn bilden. Nur ausnahmsweise kommen bei den größten Urnen massive
Henkel vor, die sich vom unteren Theil des Bauches schief nach abwärts krümmen. Die
Thonmasse der Gefäße ist im allgemeinen sehr schlecht, mit Quarzsand gemischt, zuweilen
mit Graphit geschwärzt. Viele sehen ans, als wären sie nicht einmal gebrannt und erst
nachträglich der Einwirkung des Feuers ansgcsetzt gewesen. Die in den Urnen vorkommenden