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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 5, 1. Abtheilung

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den  Mitgliedern  des  Kapitels  beim  Gottesdienst  hinderlich.  Die  nothwendig  gewordene
Erweiterung  geschah  am  Ende  des  XV.  Jahrhunderts,  und  zwar  so,  daß  zwei  östliche
Joche  der  Seitenschiffe  verbreitert  und  bis  zu  gleicher  Höhe  mit  dem  Mittelschiff  emporgeführt,
  an  die  Stelle  der  alten  Apsis  ein  geräumiges  Chor,  an  die  südliche  Seite  der

Die  Kirche  zu  Kirchdrauf.

Schiffe  die  Corpus  Domini-Kapelle  gebaut  und  die  ganze  Kirche  neu  eingewölbt  wurde.
In  solchem  Zustande  blieb  die  Kirche,  deren  westlicher  Theil  älter,  der  östliche  jünger  ist,
bis  auf  den  heutigen  Tag  bestehen.  Der  ältere  Theil  besteht  theils  aus  rauhem,  theils  aus
behauenem  Kalkstein  und  ist  romanisch,  der  jüngere  ist  in  Sandstein  gehalten  und  gothisch.
Noch  jetzt  erkennt  man  deutlich,  daß  die  alte  Kirche  ein  dreischiffiges  Gebäude  von  23  Meter
Länge  und  etwa  13  Meter  Breite  war,  mit  niedrigeren  und  schmäleren  Seitenschiffen,
            
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