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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 5, 2. Abtheilung

unentbehrlich ist. Wo die Natur das Wasser nicht in genügender Menge und nicht mit 
entsprechendem Drucke liefert, wie eben auch im Schemnitzer Bergbezirk, muß der 
Bergmann durch Abdämmen geeigneter Thäler künstliche Teiche anlegen und in ihnen 
das atmosphärische Wasser aufsammeln. Inder Gegend von Schemnitz gibt es zwölf solche 
Sammelbecken mit einem Gesammtinhalt von 7,560.000 Kubikmeter. Das größte ist 
der große Reichauer Teich in Hegybänya, der am Damme 22 Meter tief ist und 
gefüllt 1,080.000 Kubikmeter Wasser enthält. Sehr groß ist auch der Roßgrunder Teich 
an der Straße nach Vihnye mit 10 Meter Tiefe und 900.000 Kubikmeter Inhalt. 
Zur Sammlung des Regenwassers ist an den Bergabhängen ein ganzes Netz von 
Sammelgräben gezogen, welche das Wasser in die Teiche leiten. Diese Sammelgräben 
Eisenbahn und Locomotive im Bergwerke zu Hodritsch. 
haben eine Gesammtlänge von 72.000 Meter, die Leitungsgräben aber, die das Wasser 
ans den Teichen nach dem Verbrauchsorte schaffen, machen 57.000 Meter aus. So sind 
insgesammt 129.000 Meter Gräben für die Zwecke der groß durchgefiihrten Wasser- 
wirthschaft konstant in gutem Stande zu erhalten. 
Hüttenwerke. Die weitere Verarbeitung der gehörig aufbereiteten Bergwerks- 
producte, beziehungsweise die Gewinnung der reinen Metalle ist die Aufgabe der Hütten 
werke. Die Schemnitzer Metallhütte ist unstreitig eine der größten und besteingerichteten, 
und verarbeitet nicht nur die Products der niederungarischen Bergwerke, sondern auch die 
Erze von anderen, besonders siebenbürgischen. Die Anlage umfaßt 20 Verwaltungs- und 
24 Fabriksgebüude; ihre innere Einrichtung besteht aus 4 Fortschaufelungsöfen, 
16 Bode'schen Röstöfen, 4 Pilz'schen Rundöfen, einem Knpferraffinir-Flammofen,
	        
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