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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 5, 2. Abtheilung

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weil es zwischen den hohen und oft steilen Felsen an Ackerkrume fehlt. In dem Abschnitt 
zwischen dem Ban- und Hangonythale sind die Hauptgipfel: der Kis-Bükk (323 Meter), 
der Bükkberg (356 Meter), der Biikkfö (405 Meter), der Csigahegy (441 Meter), der 
Feketehegy (454 Meter) und der Häromkö (459 Meter); im westlichen Gelände des 
Hangonythales aber der Vajdavar (525 Meter). 
Die Berge sind zumeist bewaldet und rauschen von zahllosen Quellen, Bächen und 
Rinnsalen. Der größte Fluß ist die Theiß, die sich dem Südostrande des Comitats entlang 
wälzt und sämmtliche Borsoder Gewässer aufnimmt. Der zweitgrößte ist der Sajö. Er 
kommt aus Gömör und dnrchschneidet das Comitat in südöstlicher Richtung, um an dessen 
Südostecke mit dem aus Abauj-Torna kommenden Hernad vereint in die Theiß zu fallen. 
Bedeutend kleiner sind der von warmen Quellen gewärmte Hejö und der den Südwestrand 
des Comitats berührende Eger (Erlauer Bach). Die Wasserläufe im nördlichen Theile 
des Comitats nimmt sämmtlich der Sajö auf. In diesen mündet, auch der aus Abanj- 
Torna herüberkommende Bödvafluß. Stehende Gewässer gibt es keine, außer dem Hamorer 
See, dem Taj, der in einem, zwischen hohen Bergen künstlich abgedämmten Becken das 
Wasser der Bäche Garadna und Szinva, sowie mehrerer Quellen sammelt. Hier wurde 
das Wasser im vorigen Jahrhundert zu industriellen Zwecken, zum Betriebe von Eisen 
hämmern aufgefangen. Seither sind die Eisenhämmer eingegangen, der See aber ist 
geblieben und steht unter der erforderlichen Aufsicht, zu nicht geringem Vortheil der 
Landschaft, deren ohnehin bedeutende Schönheit er noch steigert. Größere Sümpfe kommen 
längs des Hejö und in den Niederungen längs der Theiß zahlreich vor. Die seichteren 
trocknen im Sommer aus, füllen sich aber in der feuchten Jahreszeit regelmäßig wieder. 
Das Clima des Comitats ist im allgemeinen mild, obgleich die Luft mitunter durch 
nördliche und nordöstliche Winde stark abgekühlt wird. Unter den seitlichen Winden ist der 
starke Südweststurm von 1875 denkwürdig, der im Bükkgebirge ganze Waldparcellen 
entwurzelte und in Miskolcz an Gebäuden große Verwüstungen angerichtet hat. 
In geologischer Hinsicht herrschen im Bükkgebirge die jüngeren paläozoischen 
(carbonischen) und die älteren secundären Systeme. Der unterste Theil dieser Schichte 
ist ein Thonschiefer aus der carbonischen Periode, von 260 bis 330 Meter Mächtigkeit, 
worin bei Kis-Györ, Zsercz und Visnyö schwarzer Dachschiefer vorkommt. Ans die 
zur Steinkohlenformation gehörigen Thonschiefer folgt ein mit kieseligem und sandigem 
Kalkstein vermischter grünlicher oder bläulicher Sandstein, dessen Mächtigkeit jedoch 
einen Meter nicht übersteigt und der von hellfarbigen Kalksteinmassen der Triaszeit 
überlagert ist. Im Bükkgebirge bilden die unterste Schichte der tertiären Formation 
Nunimulitenkalke und Qnarzconglomerate, abwechselnd mit thonigen Schichten, welche in 
dem Retmanygraben der Kis-Györer Gemarkung viel Versteinerungen führen.
	        
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