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und Schäferhütten gewichen sind; diese sind übrigens der Sitz der berühmten Süd-Sohler
Schäferei und Käserei. Ihr Hauptort und zugleich ihre Muttercvlonie ist Gyetva am
Fuße des Polana-Bergcs. Diese bemcrkenswerthe große Rvdungsgemeinde ist unter König
Matthias Corvinus, der hier Leute aus Bosnien ansiedelte, entstanden; durch ihre hohe
schlanke Statur, wie durch Sitten und Bräuche, unterscheiden sie sich noch jetzt von den
Bewohnern der benachbarten slovakischen Gemeinden, und auch ihre Sprache enthält noch
südslavische Wörter. Später (1638) siedelte Graf Ladislaus Csaky auch Zipser Slovaken
unter ihnen an und sie vermischten sich mit diesen. Um 1790 war die Colvnie schon
Das Schloß zu Vegles.
so groß, daß Nikolaus Esterhazy, der Nachfolger Csäkys als Grundherr, von ihr aus
Gyetvahnta, das heutige Miklosfalva, gründete. In der weiten Gemarkung von Gyetva
entstanden alsbald 19 Rodungen, und heute hat Gyetva 12.000 Einwohner. Von diesen
wohnen nur 2.000 in der Ortschaft, die übrigen auf den zerstreuten Rodungen, meist
5 bis 8 Stunden von der Ortschaft entfernt. Daher hegten sie lange Zeit den Wunsch, sich
zu einer Gemeinde zu vereinigen. Dieser Wunsch wurde 1891 erfüllt, als 14 Ansiedlungen
zu Hercncs-völgy (Hrinyova) geschlagen wurden und eine neue Gemeinde entstand. In
Herencs-Völgy besteht eine auch im Auslande.weithin bekannte Glasfabrik, die jährlich
um 126.000 Gulden Hohlglas, Fenster- und Spiegelglas erzeugt. In der Ortschaft befindet
sich eine große Dampfsäge, die der Vegleser Herrschaft gehört.