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Schafzucht getrieben. Die Schäfereien liefern große Mengen von Schafkäse (Topfen),
der als Handelsartikel von Wichtigkeit ist. Erwähnung verdient, daß in den Vierziger-
Jahren zu Bries eine der ersten Kunstmühlen des Landes erbaut wurde, die aber,
seitdem die an der Stadt vorbeiführende Eisenbahn ausgebaut ist, ihre Thätigkeit
eingestellt hat. Auch eine von den städtischen Bürgern errichtete Spaten- und Hauen
fabrik ist eingegangen, in den Jahren 1848/49 hatte sie die Erzeugung von Waffen
betrieben. Neben der Stadt
erhebt sich der Dnbravka-
berg, an dessen Fuße die
Eisenbahn nach Theißholz vorbeizieht. Diese
Seite des Dubravkaberges ist sandig und
muschelig, daher den Rutschungen stark unter
worfen, so daß man gezwungen war, durch
Ableitung der Gran in ein neu gegrabenes Bett die Eisenbahnlinie sicherznstellen. Das
Bries (Breznöbänya).
Granthal ist die Heimat der berühmten Schäferei und Käserei von Bries; seine land
schaftliche Schönheit kann sich an vielen Punkten mit der des Waagthals messen. Jenseits
von Liptsch und bei Nensohl biegt der Fluß aus seinem windungsreichen westlichen Lauf
in einen geradlinigen südlichen um, wobei er den Bistritzbach (Besztercze) aufnimmt,
von dem die Stadt Neusohl ihren ungarischen Namen Beszterczebanya hat.
Neusohl (Beszterczebanya), der Comitatssitz, war früher königliche Freistadt und
ist jetzt eine Stadt mit geordnetem Magistrat. Seine Bürger waren größtentheils ein
gewanderte Deutsche, die sich hier längs der Gran schon zur Zeit Andreas' II. als